. .

Veranstaltungen

Indonesientag

Samstag, 17. September 2016
Bürgerzentrum Alte Feuerwache
Melchiorstraße 3, 50670 Köln (Nähe Ebertplatz)


Die Deutsch-Indonesische Gesellschaft veranstaltet erneut den traditionellen Indonesientag. Anlass zum Plaudern, Kennenlernen und Erfahrungsaustausch – mit einem interessanten Rahmenprogramm:

ab 11:00 Uhr – Hof
Pasar Senggol mit Imbissständen, Büchertischen, Textilien, Kunsthandwerk, Allerlei und einer Tombola

12:00  – 15:00 Uhr – Offener Treff
Warung Konsuler: Das Indonesische Generalkonsulat Frankfurt gibt Auskunft zu Pass- und Visumsangelegenheiten

14:00 Uhr – Kinoraum
IPT ( International People´s Tribunal)1965: Was – warum – wie  ?
Im November 2015 wurde aus Anlass der Erinnerung an den Machtkampf und Konflikt von 1965 ein Volkstribunal in Den Haag organisiert. Bericht über die Entstehung und Entwicklung des International People´s Tribunal 1965.

15:00 Uhr – Saal
K o n z e r t:   KLANGBRÜCKE – mit Joana Rini Kröger (Cello), Krisna Setiawan (Piano). Zur Aufführung kommen Werke von Samuel Barber, Sergei Prokofiev und Krisna Setiawan.

16:00 Uhr – Kinoraum
F i l m  MARSINAH – Cry Justice                                                 
Spielfilm von 2001 (Regie: Slamet Rahardjo, 120 Minuten, auf Indonesisch) über eine Aktivistin, die 1993 nach Protesten und einem Streik für bessere Arbeitsverhältnisse ermordet wurde. Der Film beschreibt und klagt an, mit welcher Willkür Arbeiterrechte unter dem Suharto-Regime unterdrückt wurden. Marsinah gilt als Symbolfigur für den Kampf um gerechte und angemessene Lebens- und Arbeitsverhältnisse.

18:00 Uhr – Saal
MALAM   DANGDUT  mit BonnIndo / Sound 9
Der Musikmix ist die populärste Unterhaltungsmusik der letzten Jahrzehnte in Indonesien. Die Texte handeln von Liebe, von Leid und alltäglichen Problemen. Bekannt und beliebt sind die inspirierenden Tänze.
___________________________________________________________________

www.dig-koeln.de      |      Kontakt: mail@dig-koeln.de     |    0221 – 73 28 056

Konzertreihe des Jugendchores "Reimai Youth Choir"

Im Rahmen der Kampagne 2016 „Weite wirkt“ zum Reformationsjubiläum wird der Jugendchor "Reimai Youth Choir" im Mai 2016 bei diversen Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen auftreten. Am anderen Ende der Welt ist der Jugendchor eine Berühmtheit, da er bereits bedeutende musikalische Auszeichnungen ersungen hat. Im Mai kommt er auf Einladung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) nach Deutschland. Die 25 Sängerinnen und Sänger, die größtenteils zu der VEM-Mitgliedskirche in West-Papua gehören, haben eine wichtige Botschaft im Gepäck: „Reimai“ heißt nämlich übersetzt „fröhlich“. Das ist wörtlich zu verstehen, denn die jungen Menschen singen und tanzen aus Freude am Leben. Dies sind die öffentlichen Veranstaltungen, bei denen der Chor live zu erleben ist:

3. Mai, 12.00 Uhr   Konzert im Missionshaus der VEM, Rudolfstr. 137, 42285 Wuppertal

7. Mai, 20.00 Uhr   Oratorium "The Peacemakers" beim Weite Wirkt Festival im Gerry Weber Stadion, Halle (Westfalen)

8. Mai, 14:30 Uhr   Auftritt beim "Klangfest" im Gerry Weber Stadion, Halle (Westfalen)

15. Mai, 15.00 Uhr   Auftritt beim Pfingstfest beGeistert 2016 - Weite wirkt im Stadthallengarten, Mülheim an der Ruhr

18. Mai, 15.00 Uhr   Auftritt beim Partnerschaftsfest des 3. Ökumenischen Kirchentags in Bad Salzuflen

21. Mai, 14.00 Uhr   Konzert beim 3. Ökumenischen Kirchentag auf dem Gut Wendlinghausen, Dörentrup

4. Asientag

Im Schatten des Wachstums: Ungleichheiten. Extraktivismus. Bewegungen.

16. April 2016 | Alte Feuerwache Köln

 

Asien durchlebt eine eindrucksvolle wirtschaftliche Entwicklung. Handelsvolumen steigen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert sich stetig. Wird der Boom anhalten? Schon jetzt profitieren viele Menschen nicht von der Entwicklung, die Modernisierung und Wachstum versprechen.

Im Gegenteil, die Einkommensgegensätze werden vielerorts größer und neue soziale Ungleichheiten entstehen. Die Unterschiede zwischen ressourcenreichen und ressourcenarmen Regionen wachsen. Die Ausbeutung natürlicher Rohstoffe und der enorme Landbedarf für den Anbau sogenannter „boom crops“ zerstören die Lebensgrundlage vieler lokaler Gemeinschaften. Im Windschatten des Wachstums verstärken sich so bestehende Herausforderungen und entstehen neue.

Welche Folgen haben Kommerzialisierung und Umweltzerstörung in Indonesien? Wie gestaltet sich das Schicksal der Geflüchteten in Asien? Welche Umwelt- und Sozialstandards werden derzeit für die neue asiatische Entwicklungsbank AIIB diskutiert, die Großinvestitionen mit deutscher Unterstützung vornehmen wird?

Wir laden Sie herzlich ein, sich am 16. April in der Alten Feuerwache Köln zu aktuellen Entwicklungen zu informieren. Bringen Sie Ihre Ansichten und Erfahrungen in die Diskussionen ein und lernen Sie die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen kennen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Monika Schlicher, Stiftung Asienhaus

Jan Pingel, philippinenbüro

Weitere Infos und das Programm finden Sie hier

Thementag Südostasien

Sonntag, 17. April 2016 ab 10:00 Uhr

Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln

Mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm und attraktiven Markt- und Infoständen präsentieren das Rautenstrauch-Joest-Museum und der Kulturveranstalter grenzgang einen ganzen Tag lang die Vielfalt Südostasiens. Werfen Sie einen Blick nach Südostasien – auf eine Region mit jahrtausendalter Geschichte, faszinierenden Kulturen, eindrucksvollen Landschaften und pulsierenden Metropolen.

In diesem Jahr steht Vietnam – das Land der Drachen und Pagoden – im Fokus. Lassen Sie sich begeistern von der Vielseitigkeit der Kulturen und erleben sie traditionelle Tänze und Märchen, vietnamesische Kampfkunst und Live-Musik der Pariser Gruppe Favic. Schnuppern Sie in die vietnamesische Sprache hinein und erlernen Sie Entspannungstechniken als Ausgleich für die zunehmende Hektik im Alltag. In Sonderführungen und Vorträgen erfahren Sie mehr zu buddhistischer Kunst, über die Geschichte Vietnams und das Hanoi von heute. Bei den grenzgang Live-Reportagen bricht Ivonne Peupelmann mit einem „One-way-Ticket“ nach Thailand, Laos, Kambodscha, Indonesien und Malaysia auf und der querschnittsgelähmte Traveller Andreas Pröve berichtet erst von seine Tour durch Myanmar und folgt im Anschluss dem gewaltigen Strom des Mekong - von Vietnam nach Tibet. Kinder können den Frühling begrüßen und vietnamesische Drachenmasken basteln oder tauchen ein in die bunte Welt der Lampions.

Das Rautenstrauch-Joest-Museum präsentiert zahlreiche Vorträge, Filme, Lesungen sowie kreative Workshops und ein Bühnenprogramm mit verschiedenen Künstlern. Auf „Reisen mit dem Kopf “ geht es bei den Live-Reportagen von grenzgang: Abenteurer und Profi-Fotografen führen mit beeindruckender Fotografie auf Großleinwand, mitreißender Musik und live erzählten Vortragsgeschichten in die Ferne. Ein Museumsticket ermöglicht den Zutritt zu allen Museumsveranstaltungen, mit Ausnahme der Live-Reportage von grenzgang, die separat unter www.grenzgang.de oder 0221-71991515 erhältlich sind.

Hier geht´s zum Veranstaltungsflyer

Filmreihe zu Westpapua

Universität Hamburg - Asia-Afrika-Institut

Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

 

Die tragischen Geschichte Westpapuas, der östlichsten Provinz Indonesiens, ist wenig bekannt: Es ist eine Geschichte von Unterdrückung, Menschenrechtsverletzungen, Raubbau und Betrug, die bis heute anhält.

Die Filmreihe will über die historische und derzeitige Situation in West Papua informieren. Sie will ein Bewusstsein schaffen für die politischen, sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Probleme des Landes und versteht sich zugleich als ein Stück „Advocacy“-Arbeit für Menschenrechte und Umwelt in Westpapua.

Das besondere an den Filmen ist, dass sie initiiert wurden von Surfern und Musikern sowie einem indonesischen Filmemacher, der mit Umweltfilmen bereits Preise gewonnen hat. “He believes that video is very powerful tool to make a change, to save the nature and save the people”. Diesen Gedanken unterstütze ich mit der kleinen Filmreihe zu West Papua.

 

Montag, den 23.5., Raum 232, 19.00

Punks for West Papua (2016) (Award of Merit, Documentary Feature)

In June 2015, Jody Bartolo and his Sydney punk band DIGGERS WITH ATTITUDE started a nationwide series of benefit shows to raise awareness of the Indonesian occupation of West Papua. An intriguing story of one man’s selfless gesture that inspired a nation. Recommended viewing, not just for fans of punk rock, but for anyone who believes in justice.

 

Samstag, den 28.5./ Raum 221, 17.00 Uhr

Im Rahmen der Veranstaltung "Sport und Kultur. Eindrücke von und aus Südostasien"

Isolated (2013)

This film follows five world class surfers seeking untouched waves and isolation in West Papua. When they find out about the genocide and illegal occupation there, they are determined to take action.

The crew traveled to the highly dangerous "No Media Zone" to shoot the film. The film evolved to an important human rights cause for the people of West Papua. Through their interactions with the indigenous people´s they encountered, who often spoke about topics that could endanger their lives, the team uncovered a dire human rights situation and deadly conflict in the region. The West Papuans message is now heard in the world and "Isolated" plays a very important role.

"We were exposed to the human rights situation in West Papua during filming and I knew this project had become much more important than your average surf film", explains Ryan Phillippe, narrator and executive producer.

 

Montag, den 20.6./ Raum 232, 19.00 Uhr

Mama Malind su Hilang (Our Land Has Gone)

The documentary movie tells the story of the cry of the Malind Anim tribe. This group of people is dying, while hectares of the forests they have lived in for generations are being destroyed. A multimillion dollar project, known as MIFEE, designed by the Indonesian government in collaboration with multi-national corporations have destroyed much of the forest which is the sole food source for the Malind Anim.

A film made by Nanang Sujana became the first Indonesian film which won international award in nature and wildlife filmmaking.

 

Einführung

Marion Struck-Garbe,

Asien-Afrika-Institut

Sprache und Kulturen Südostasiens

Arbeitsbereich Austronesistik

marion.struck-garbe@hamburg.de)

 

 

Westpapua Abend mit Yuliana Lantipo

Asien-Afrika-Institut

Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Raum: 232

Freitag, 18. März 2016, 19:00-21.00

Yuliana Lantipo aus Westpapua arbeitet als Journalistin für verschiedene Medien und NGOs, vor allem für die alternativen Media JUBI, die in Westpapua Nachrichten zu Menschenrechten, Entwicklungsansätzen und politischen Entwicklungen auf Indonesisch (Druck & Online) und Englisch (Online) für die Öffentlichkeit bereitstellen. Sie arbeitet auch im Sekretariat der Koalition von Menschenrechtsorganisationen in Westpapua, die gemeinsame Aktionen durchführen.

Die tragischen Geschichte West Papuas, der östlichsten Provinz Indonesien, ist wenig bekannt: Es ist eine Geschichte von Unterdrückung, Menschenrechtsverletzungen, Raubbau und Betrug, die bis heute anhält. Pressefreiheit ist stark eingeschränkt, lokale Journalisten werden verhaftet, wenn sie bei Demonstrationen Fotoaufnahmen machen; ausländische Journalisten dürfen nur mit hohen Auflagen ins Land reisen.

Der Abend will über die derzeitige Situation in West Papua informieren. Er will ein Bewusstsein schaffen für die politischen, sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Probleme des Landes und versteht sich zugleich als ein Stück „Advocacy“-Arbeit für Menschenrechte in West-Papua mit dem besonderen Augenmerk auf die Situation der Frauen.

Einführung und Moderation: Marion Struck-Garbe , AAI, Arbeitsbereich Austronesistik

Jahrestagung des Pazifik Netzwerk e.V.

Unabhängigkeitsbewegungen im Pazifik

12. - 14. Februar 2016 in Neuendettelsau

 

Auf der Jahrestagung des Pazifik Netzwerk e.V. werden die brisanten und hochaktuellen Themen der Entkolonialisierung und des Strebens nach politischer Unabhängigkeit diskutiert.

Viele Gebiete im Pazifik haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre politische Unabhängigkeit erlangt. Doch bis zum heutigen Tage ist der Entkolonialisierungsprozess im Pazifik nicht abgeschlossen. In mehreren Territorien der Region gibt es weiterhin Bestrebungenzur Erlangung politischer Souveränität. Nicht nur in den sechs international offiziell anerkannten „Non-SelfGoverning Territories“ (Neukaledonien, Tokelau, Guam, Pitcairn, Amerikanisch-Samoa und Französisch-Polynesien), sondern beispielsweise auch in Hawaii, Bougainville und vor allem in West-Papua existieren Unabhängigkeits- bzw. Sezessionsbestrebungen.

Der rechtliche Status, die sozio-kulturelle Situation in diesen Territorien sowie die Form der Unabhängigkeitsbewegungen unterscheiden sich dabei stark. Während es in Westpapua regelmäßig zu Menschenrechtsverstößen durch die indonesische Armee kommt und Unabhängigkeitsaktivisten aus dem Exil agieren müssen, haben Unabhängigkeitsbewegungen und Verwaltungsmächte in anderen Gebieten wie z.B. in Neukaledonien Regelungen getroffen, um die Bevölkerung über eine mögliche Unabhängigkeit abstimmen zu lassen.

Darüber hinaus zeichnen sich auch viele der formal politisch souveränen Inselstaaten durch ein Netz politischer Abhängigkeiten aus und haben Kompetenzbereiche, wie z.B. die Außen- oder Verteidigungspolitik, an ehemalige Kolonialmächte abgegeben, die dadurch politischen Einfluss und Kontrolle erhalten.

Mit Experten aus Politik und Wissenschaft, darunter einem Vertreter der neukaledonischen Partei Front de libération nationale kanak et socialiste (FLNKS), die sich für die Unabhängigkeit Neukaledoniens von Frankreich einsetzt, werden auf der Jahrestagung die politischen Emanzipationsprozesse diskutiert. Im Fokus stehen neben Neukaledonien dabei vor allem Hawaii, Westpapua und Bougainville. In einer abschließenden Podiumsdiskussion wird Bezug auf weitere Beispiele aus dem Pazifik genommen.

 

Hier finden Sie das Programm und das Anmeldeformular

Partnerschaftsseminar Westpapua

Wie kann Kirche ´Kirche für andere´ sein?

Waldbröl, 29.-31. Januar 2015

 

Hier finden Sie das Anmeldeformular und das Programm der Tagung

 

"Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist. Sie muss an den weltlichen Aufgaben des menschlichen Gemeinschaftslebens teilnehmen, nicht herrschend, sondern helfend und dienend." Dietrich Bonhoeffer

 

Kirche für andere - ein Programm in drei Worten! Eine Herausforderung an Christen und Gemeinden - in Deutschland und in Papua!

Wie geht Nächstenliebe? Wie stehen wir, die Gemeinde Jesu Christi, zu den Nöten der Gegenwart? Sind wir nah beim Menschen? Wie geht das, "Kirche für andere" sein? In der Wirtschaft? In der Gesellschaft? Bei Klima- und Umweltfragen? Bei den Menschenrechten?

Im Zentrum des Papua-Partnerschaftsseminars 2016 steht die Frage, wie Gemeinden in Papua und Deutschland der Herausforderung, die Bonhoeffer formuliert hat, begegnen. Welche Visionen haben sie? Geht das: "nicht herrschend, sondern helfend und dienend?"

Konkrete Programme und Aktionen der Gemeinde Waldbröl werden aufgesucht. Über diakonische Aktivitäten in Gemeinden der Ev. Kirche im Lande Papua berichten Gäste aus Papua.

Informationen über die aktuelle Situation der Menschenrechte und die Rolle der Kirche in der indonesischen Gesellschaft sowie der Austausch über Projekte der Partnerschaftsarbeit bilden weitere Schwerpunkte des Seminars. ReferentInnen aus Deutschland uns aus Papua stehen als GesprächspartnerInnen zur Verfügung.

Das Seminar wird in gemeinsamer Trägerschaft von Papua Partnerschaftsgruppen aus dem Rheinland, Westfalen, den Niederlanden und der Pfalz veranstaltet.

Änderungen im Programm vorbehalten.

Asien oder Pazifik? West Papua auf der Suche nach internationaler Aufmerksamkeit

Fachtagung und Jahresversammlung des West Papua Netzwerks

Wuppertal, 11.-12. September 2015

CVJM Bildungsstätte Bundeshöhe, Bundeshöhe 7, 42285 Wuppertal, Tel: 0202 / 574226

Hier geht es zur Anmeldung...

Vorläufiges Programm

Freitag, 11. September 2015

Ab 15.00 Uhr Anreise und Kaffee

16.00 Uhr Eröffnung Dr. Siegfried Zöllner, Vorsitzender des Beirats, West Papua Netzwerk

16.15 Uhr Menschenrechte in West Papua 2015 Ein aktuelles Lagebild Norman Voß, Koordinationsstelle, West Papua Netzwerk

16.45 Uhr Jokowi for Papua? Review of one year presidency Ferry Marisan, ELSHAM

17.15 Uhr Mechanismen gegen Straflosigkeit: Polizei und Militär zur Verantwortung ziehen Anum Siregar, ALDP

18.00 – 19.00 Uhr Abendessen

19.00 Uhr Wer regiert? Jokowi und die Militärelite Alex Flor, Watch Indonesia!

Im Anschluss: Diskussionsrunde


Samstag, 12. September 2015

09.00 Uhr Der Pazifik und Papua – Welche Rolle können die Melanesischen Nachbarstaaten spielen? Oliver Hasenkamp, Pazifik Netzwerk e.V., Vorstand

09.45 - 10.15 Kaffeepause

10.15 Uhr Deutschland und Papua Gespräch mit Christoph Strässer, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Norman Voß - West Papua Netzwerk, Jochen Motte – VEM

Im Anschluss: Diskussionsrunde mit Ferry Marisan, ELSHAM, Alex Flor, Watch Indonesia!, Marion Struck-Garbe, Pazifik Netzwerk e.V.

11.20 Ende der Fachtagung

11.30 Uhr Jahresversammlung des West Papua Netzwerks (Nur für Mitglieder)

Bei Problemen mit der Anmeldung kontaktieren Sie bitte die Koordinationsstelle unter 0202/89004170 oder per Email an wpn@westpapuanetz.de

 

Mit Kunst gegen Gewalt

 

Deutsch-Indonesische Gesellschaft e.V./DIG Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen / NUR

Donnerstag, 6. November 2014, 19:00 Uhr

Bürgerzentrum Alte Feuerwache

Melchiorstraße, 50670 Köln (Nähe Ebertplatz) – Projektraum

Das indonesische Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen (NUR) stellt Projekte von Theaterarbeit mit Frauen vor, in denen deren Erfahrungen mit Gewalt thematisiert wird. (mit Dorothea Rosa Herliany und Lena Simanjuntak, Karin Griese von medica mondiale und Dr. Susanna Smolenski, Dr. von Ehrenwall´sche Klinik)

Eine Gruppe indonesischer Künstlerinnen und Künstler engagiert sich seit Jahren – von Sumatra im Westen bis nach Papua im Osten des Archipels – auf unterschiedliche Art und Weise gegen Gewalt. Das sind konkrete grass root-Initiativen, vor allem mit Frauen, deren Traumata bearbeitet werden. Dafür steht das indonesische Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen / NUR.

Frauen sind vielfältige Opfer willkürlicher Gewalt – sowohl in kriegerischen Auseinandersetzungen als auch bei häuslichen Konflikten, unter ökonomischen, politischen oder religiösen Vorzeichen.

In Indonesien bemüht sich seit 1999 das Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen durch partizipative Theaterarbeit um marginalisierte Frauengruppen. In Schreibwerkstätten und mit selbstinszenierten Theateraufführungen wird zunächst den mitwirkenden Frauen eine Reflexion und Analyse ihrer Situation ermöglicht, die dann in öffentliche Bühnenaufführungen münden, in denen sie ihre aktuelle Lage thematisieren. Diese jeweils mehrmonatigen Prozesse sensibilisieren die Frauen zu einer Überprüfung der Ursachen und Konsequenzen mit staatlicher sowie privater Gewaltanwendung.

Die Aufführungen der gemeinsam erarbeiteten Stücke finden zunächst in der nachbarschaftlichen oder regionalen Umgebung statt; in vielen Fällen konnten auch Vorstellungen in der Hauptstadt Jakarta organisiert werden. Gespielt wurde in Kunst- und Kulturzentren, Universitäten, Theaterakademien, im Büro der Nationalen Menschenrechtsorganisation, in Schulen, Bürgerzentren und auf öffentlichen Plätzen.

An der Erarbeitung der jeweiligen Stücke wirken neben der Regisseurin Lena Simanjuntak und der Schriftstellerin und Journalistin Dorothea Rosa Herliany noch Psychologen, Sozialarbeiter, Mediziner, Pädagogen, Juristen mit.

Um einen Einblick in diese Arbeit gewinnen zu können, wird an Hand einer kurzen Filmdokumentation und durch Erläuterungen der Verantwortlichen sowie Gespräche aufgezeigt, was die Themen der einzelnen Projekte waren, welche Effekte erzielt werden konnten und welche Perspektiven solche Initiativen haben können.

Neben Lena Simanjuntak und Dorothea Rosa Herliany, die einen Überblick der gesamten Arbeit von NUR geben, sind Vertreterinnen des Orchide Teater-Papua eingeladen, um konkrete Erfahrungen zu schildern.

In einem Referat von Dr. Susanna Smolenski, Ehrenwallsche Klinik - Ahrweiler, und Gesprächen mit Karin Griese, medica mondiale, werden die Voraussetzungen und Wirkungen dieser Art von Trauma-Bewältigung erörtert.

Entwurf Programmablauf

Begrüßung (Karl Mertes)

Rezitation (Dorothea Rosa Herliany)

Dokumentarfilm "Frauen-Theaterarbeit in Indonesien" (Herri Ketaren)

Ca. 19:30 Uhr Zielsetzungen und Aktivitäten von NUR. Karin Griese von medica mondiale im Gespräch mit Dorothea Rosa Herliany und Lena Simanjuntak, Institut Gerechtigkeit und Frieden für Frauen

Keine Gewalt gegen Frauen: Psychotraumatologie Dr. Susanna Smolenski, Dr. von Ehrenwall’sche Klinik, Ahrweiler

Stichworte zu Papua (Karl Mertes)

Erfahrungen mit der Theaterarbeit: Karin Griese im Gespräch mit Vertreterinnen des Orchide Teater

ca. 20.45 Uhr Rezitation Dorothea Rosa Herliany

Kontakt: Karl Mertes (0221 – 73 28 056 / mertes@dig-koeln.de)

Indonesientag

Indonesientag

Samstag, 27. September 2014, Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstraße 3, 50670 Köln (Nähe Ebertplatz)

ab 11:00 Uhr Pasar Senggol – auf dem Hof Angebote an verschiedenen Imbissständen, Kunsthandwerk, Bücher, Textilien

13:00 – 15:00 Uhr 15 Jahre Reformasi – im Saal

Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung bezieht sich auf die indonesische Reformpolitik ab 1998 nach dem Wechsel der so genannten Neuen Ordnung der langjährigen Präsidentschaft Soehartos. Fragen der Meinungsfreiheit, der uneingeschränkten Religionsausübung und vor allem der zu erwartenden Entwicklung nach den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr werden erörtert:

- Prof. Heiner Bielefeldt, UN-Sonderberichterstatter Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Erlangen, zum Interreligiösen Dialog

- Ingo Wandelt, Südostasienwissenschaftler, Köln, zu Sicherheitsfragen

- Hok An, IMBAS, Frankfurt, zur wirtschaftlichen Entwicklung

- Michaela Haug, Ethnologin, Köln, zur Dezentralisierung in Kalimantan

- Anett Keller, Journalistin, Bremen, zur aktuellen Situation nach den Wahlen [mit Stiftung Asienhaus]

15:00 Uhr Tänze und Musik – auf dem Hof

16:00 – 17:30 Buchmesse 2015 (mit Indonesien als Ehrengast) – im Saal

Indonesien hat als Ehrengast in Frankfurt die Gelegenheit, dem internationalen Publikum die Reichhaltigkeit seiner Literatur vorzustellen.

Zur ersten Information verhelfen einige Beiträge:

- Berthold Damshäuser, Uni Bonn: Literaturen Indonesiens

Indonesien ist eine literarische Schatzkammer. Es verfügt über vielfältige Literaturen in mehr als hundert verschiedenen Sprachen. Neben mündlich tradierten existieren bedeutende schriftsprachliche klassische Literaturen, zum Beispiel die malaiische sowie die javanische, deren Werken zum Teil weltliterarischer Rang zugestanden werden kann. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist in Indonesien eine moderne in malaio-indonesischer Sprache verfasste Nationalliteratur entstanden, die insbesondere auf dem Gebiet der Lyrik und der erzählende Prosa Meisterwerke hervorgebracht hat. Der Vortrag von Berthold Damshäuser liefert eine Einführung in die literarische Vielfalt Indonesiens von der Vergangenheit bis hin zur Gegenwart. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen, zur Diskussion.

- Sabine Müller / Edith Koesoemawiria, litrantara, Köln: Konzepte für Übersetzungsprogramme

- Dorothea Rosa Herliany, Magelang: Rezitation, Lesung eigener Lyrik

Kontakt: mertes@dig-koeln.de

 

God´s Pacific People

Hamburg, 17.-18. November 2014

´God´s Pacific People´, das sind 16,5 Millionen Einwohner der pazifischen Region, von denen sich heute etwa 90% zum Christentum bekennen. Die Wahrnehmung dieser Region und ihrer Menschen in unserem Kontext beschränkt sich häufig auf die idealisierte, südpazifische Romantilk und die vermittelte ´Exotik´. In den Debatten und Konferenzen zum Klimawandel sind in den letzten Jahren einige massiv betroffene Inselstaaten in den öffentlichen Fokus geraten.

Theologisch scheint Ozeanien aber weiterhin der vergessene Teil der Einen Welt zu sein, wie Hermann Janssen unter dem Stichwort Ozianien im Lexikon für Theologie und Kirche 1993 schrieb. Theologische Debatten und Konzepte sind bei uns weitgehend unbekannt.

Die Tagung des Evanglischen Missionswerks in Deutschland (EMW) und des Zentrums für Mission und Ökumene - Nordkirche Weltweit möchte Raum für theologische Gespräche mit Menschen aus Ozeanien schaffen. Dazu sind namhafte Theologen aus der Region eingeladen.

Flyer und Programm der Tagung

Indonesientagung: Der Jokowi-Effekt

Der Jokowi-Effekt

Stuttgart, 14.-16. November 2014

Indonesien, die drittgrößte Demokratie und das größte muslimische Land der Welt, hat am 9. April dieses Jahres neue Parlamente und am 9. Juli einen neuen Präsidenten gewählt.

Der Spitzenkandidat der PDI-P, Joko Widodo, gewann auch die Präsidentschaftswahl mit 53,15% der Stimmen. "Jokowi", wie er in Indonesien genannt wird, hat sich einen Namen als Politiker der kleinen Leute gemacht und steht für die Festigung der Demokratie, religiöse Toleranz, eine gerechtere Verteilung des wachsenden Wohlstands und konsequente Reformen der korrupten Bürokratie. Wenn er am 20. Oktober ins Amt kommt, ist er der erste Präsident des Landes, der keinerlei Beziehungen zum ehemaligen Suhartoregime hat, er steht damit auch für einen Generations- und Elitenwechsel. Er war der Hoffnungskandidat ärmerer Schichten ebenso wie der der Intellektuellen, Künstler und nicht zuletzt vieler Christen.

Dennoch hat Widodo keine leichte Aufgabe vor sich: Er wird schon bei der Wahl seiner Minister Kompromisse eingehen müssen, und er braucht die Unterstützung weiterer Parteien im Parlament. Die Wirtschaft benötigt einen Reformschub, der Druck militanter islamistischer Gruppen auf die Politik hält an und ein mangelhaftes Gesundheits- und Bildungssystem geht mit wachsender sozialer Ungleichheit einher.

Das Indonesienreferat der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) veranstaltet eine Tagung zum bewegten Wahljahr im Inselstaat sowie zu den Perspektiven des Landes und besonders der Christen nach den neuen Weichenstellungen.

Flyer und Programm der Tagung

Fachtagung: Straflosigkeit in Indonesien

Straflosigkeit in Indonesien

Berlin, 23.-24. September 2014

Hanya Ada Satu Kata: Lawan!
Es bleibt nur ein Wort: Widerstand!
(Wiji Thukul, seit 1998 "verschwundener" Dichter und Arbeiteraktivist)

 

In wenigen Tagen jährt sich zum 10. Mal der Todestag des Menschenrechtsaktivisten Munir Said Thalib. Er starb 2004 an Bord eines Flugs der GARUDA INDONESIA nach Amsterdam an einer Arsenvergiftung. Der Fall wurde nie restlos aufgeklärt. Hendropriyono, ehemaliger Geheimdienstchef und einer der mutmaßlichen Hintermänner des feigen Mordes wurde zu keiner Zeit juristisch belangt. Jüngst wurde er ins Beraterteam des als Hoffnungsträger gehandelten neugewählten Präsidenten Joko Widodo berufen.

Watch Indonesia!, MISEREOR, Brot für die Welt und amnesty international Niederlande laden herzlich zu einer Fachgtagung zum Thema "Straflosigkeit in Indonesien" ein. Es ist eine besondere Freude und Ehre, die Witwe von Munir, Frau Suciwati, dort als Teilnehmerin begrüßen zu dürfen.

Talkrunden mit und Vorträge von ausgewiesenen ExpertInnen werden abgerundet durch kulturelle Beiträge wie die Lesung von Gedichten des 1998 "verschwundenen" Dichters und Arbeiteraktivisten, Wiji Thukul, dessen Werke gerade ins Deutsche übersetzt werden. Der Eröffnungstag der Tagung endet mit einer Vorführung des Wayang-Schattenspiels "Jamakakarta (http://www.watchindonesia.org/jamakakarta.htm) " , dessen Premiere am 14.8.2014 ein viel umjubelter Erfolg war.

Flyer und Programm der Tagung

Umwelt und Ressourcen indigener Völker in der Asien-Pazifik-Region

Reflecting on resources and land-grabbing in Asia-Pacific

21. bis 22. Mai 2014 in Berlin

Moderne Industriegesellschaften brauchen für ihr Funktionieren immer mehr knapper werdende Rohstoffe. Die Ausbeutung dieser notwendigen Ressourcen wird durch große internationale Konzerne betrieben, die mit Landkäufen Hungersnöte, Nahrungsmittelknappheit und Aufstände hervorrufen können. In der asiatisch-pazifischen Region gibt es einige der weltweit größten Minenprojekte. Mit Schwermetallen angereicherte Abräume vergiften die Lebensgrundlage indigener Völker zu Lande und zu Wasser. Traditionelle Landeigner erhalten für die – oft mit Gewalt und leeren Versprechungen erzwungene - Verpachtung oder gar den Verkauf ihres Landes an diese Konzerne wenig bis gar keine Kompensationen. So geht der Ressourcenabbau und die -ausbeutung vielfach mit Menschenrechtsverletzungen einher.

Anhand von Ländervergleichen stellen die ReferentInnen aus Deutschland, Papua-Neuguinea, West-Papua, Indo- nesien und Neukaledonien das Ausmaß der daraus ent- stehenden Konflikte und Krisen vor. In Workshops können die Teilnehmenden des Seminars sich intensiver mit den jeweiligen Länderbeispielen beschäftigen und Erfahrungen aus ihrer eigenen Arbeit mit einbringen. Diskutieren Sie mit, wie Ressourcen und Menschen- rechtsverletzungen zusammenhängen und welche inter- nationalen Dynamiken und Verantwortlichkeiten es gibt, um diese Mechanismen aufzubrechen. Gemeinsam wollen wir überlegen, wie die deutsche Zivilgesellschaft die Menschenrechts- und Umweltgruppen in Ozeanien unter- stützen kann.

Wir freuen uns auf MultiplikatorInnen aus der Umwelt- und Menschenrechtsarbeit und auf alle, die sich für das Thema und die Region interessieren.

Die Tagung findet in englischer Sprache statt. Das Programm und den Flyer der Tagung können sie hier herunterladen

Partnerschaftsseminar Papua 2014

Einladung zum Partnerschaftsseminar Papua

24.-26. Januar 2014 in Gevelsberg Silschede

“Coffee to go!“ das kennt wohl jeder: mal schnell einen Kaffee getrunken, zwischendurch, sozusagen im Vorbeigehen, einfach “mitgenommen“ - und das Leben geht seinen Weg! Aber “Future to go!“, das klingt fremd. Zukunft kann niemand quasi nebenbei regeln, mal eben so. Zukunft braucht Einsatz mit langem Atem.

Wer Zukunft will, muß in der Gegenwart zu Hause sein. Steht vor ihren Herausforderungen. Muß sie nüchtern wahrnehmen. Ihre Themen entdecken. Ihre Fallstricke entlarven. Muß heute lernen und erproben, wie die Hoffnung auf eine menschliche Welt und Zukunft konkret werden kann.

Die, die die Welt von Morgen planen, setzen auf die nächste Generation: der Jugend gehört die Zukunft! Aber die Wirklichkeit in Papua ist in vieler Hinsicht anders: Jugendliche beklagen Perspektivlosigkeit. Was ist ihre Hoffnung, wenn HIV/Aids das eigene und das soziale Leben zerstört? Womit sollen sie sich identifizieren, wo ist ihr Platz in der multikulturellen Gesellschaft ihrer Heimat? Was ist ihre Zukunft angesichts verweigerter politischer Entwicklung, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten und Gewaltexzesse staatlicher Organe brutaler werden?

Das diesjährige Partnerschaftsseminar macht die Zukunft zum Thema. Und die Hoffnung.

Junge Menschen aus Papua, die in Deutschland studieren, werden authentischen Erfahrungen und persönliche Perspektiven einbringen, ihre Visionen zur gesellschaftlichen und politischen Entwicklung Papuas skizzieren. Und junge EuropäerInnen, die in Papua gelebt haben, werden erzählen, wie ihnen konkretes Hoffen der Jungen (und Alten) in Papua begegnet sind. Benny Giay, Präsident der evangelischen KINGMI-Kirche in Papua, hat sich diesen Fragen wissenschaftlich zugewandt und wird seine Erkenntnisse mitbringen.

Besonderer Höhepunkt soll ein gemeinsam gestalteter interkultureller Abend sein. Wir bitten die Teilnehmenden, selbst Ideen für das Programm zu entwickeln und mitzubringen.

 Zum Anmeldeformular

Papua-Abend: „Jugend und Frauen in Papua – Perspektiven und Herausforderungen“

Einladung zum Papua-Abend: „Jugend und Frauen in Papua – Perspektiven und Herausforderungen“

Am Mittwoch, den 2. Oktober 2013, 18:30 Uhr
Im Missionshaus der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), Rudolfstraße 137, 42285 Wuppertal


Zehn Pastorinnen aus West Papua sind aktuell zu Gast in Deutschland. Bei einem gemeinsamen Abend möchten sie über ihre Perspektiven und Hoffnungen berichten.

Von einer deutsch-papuanischen Begegnungsreise erzählen uns Jugendliche aus Schwelm. Sonia Parera-Hummel, Leiterin der Asienabteilung der VEM, stellt Zukunftsperspektiven solcher Jugendbegegnungen vor.

Generalsekretär der Evangelischen Kirche im Lande Papua (GKI-TP), Matheus Adadikam, fasst zusammen, was seine Kirche sich für Jugend und Frauen in Papua vornimmt.

Freuen Sie sich auch auf Musik- und Kulturbeiträge unserer Gäste. Beim anschließenden Imbiss können Sie mit den Gästen persönlich ins Gespräch kommen.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung, telefonisch unter 0202 – 89004-0 oder per Email an

Papua Partnerschaftsseminar 25. - 27. Januar 2013

Landraub und Dialog - Haben die Papua im neuen Indonesien eine Zukunft?

Kennzeichen demokratischer Entwicklung gibt es im indonesischen Archipel knapp eineinhalb Jahrzehnte nach dem Ende des Regimes Suharto ohne Frage: Parteienvielfalt, freie Wahlen, kritische Medien, aufmüpfige Nichtregierungsorganisationen und starke Mitspracherechte für die Regionen. Von diesem positiven Prozess profitieren viele, nicht aber alle.

Die Zentralregierung in Jakarta ignoriert weitgehend die Rechte indigener Völker. U.a. die Papua bekommen dieses existentiell zu spüren: vor den Augen der Weltöffentlichkeit erkennt die indonesische Regierung die Ureinwohner nicht als Indigene an und bricht immer wieder die UN-Erklärung zum Schutz indigener Völker. Besonders virulent wird dies im Blick auf das Landrecht. Schon lange berichten Nichtregierungsorganisationen (NGO), wie Land zum Instrument der Macht mißbraucht wird. Trickreiche Landenteignungen zu Lasten der lokalen Bevölkerung oder Landraub sind geläufige Konfliktmuster. Da sich der indonesische Staat als Eigentümer allen Landes versteht, für das keine Besitzzertifikate vorliegen, ist es ein Leichtes, sich Felder und Forsten anzueignen. Nahrungsmittelsicherheit wird auf diese Weise auf den Rücken der Ärmsten angestrebt. Oder es werden massenhaft Areale an Internationale Investoren verhökert. Sie kaufen riesige Agrarflächen und erwarten hohe Rendite aus der Produktion von Palmöl. 63.000 Hektar wurden seit den 1980er Jahren laut Landwirtschaftsministerium für Palmölplantagen lizenziert. Geplant sind 7 Millionen!

Die Folgen: viele Papua verlieren die ökonomischen Grundlagen ihrer Existenz und landen in der Armut, Kulturen werden zerstört, Identitäten ignoriert, Menschenrechte mit Füßen getreten. Der Wald wird geplündert, lange Brachzeiten führen zur Auslaugung des Bodens. Bodenschätze wie Kupfer, Gold, Gas, Nickel und Öl werden geraubt, Öko-Katastrophen in Flüssen und im Boden bedrohen das Leben. Das Klima interessiert niemanden.

Unser Seminar ist ein Versuch, diese Herausforderung zu verstehen und nach Handlungsstrategien für Nord-Süd-Gruppen zu suchen.

Hier geht es zum offiziellen Flyer und zur Anmeldung.

Partnerschaftsseminar Indonesien

Herr über die Mächte
Geisterglaube als Herausforderung an die (indonesischen) Kirchen

„Über Dämonenaustreibung nachdenken – nein!“ Empört lehnt sich der Kollege auf seinem Stuhl zurück und verschränkt die Arme. „Es ist doch gut, dass dieser alte Aberglaube bei uns ausgestorben ist! Hinter die Aufklärung will ich nicht zurück!“ Aber in den VEM-Kirchen haben wir einen intensiven Diskussionsprozess über „Hexerei, Magie, Dämonenglauben und Dämonenaustreibung“ gestartet. Denn in Afrika und Asien brennt dieses Thema, so berichtet Dr. Claudia Währisch-Oblau.

Der VEM-Mitarbeiter Thomas Bergholz beschreibt die Situation in Nordsumatra folgendermaßen: „Im christlichen Batakland werden Menschen ermordet oder aus ihren Dörfern vertrieben, weil man sie verdächtigt, bösartige Geister beschworen zu haben... Dorfgemein- schaften vertreiben einzelne Menschen oder ganze Familien, denen sie BegGanjang-Magie nachsagen; Häuser werden niedergebrannt, manchmal auch inklusive ihrer Bewohner. Es kommt fast jeden Monat irgendwo zu Morden und Vertreibungen.“

Dämonenaustreibung: Wir müssen darüber reden, in Indonesien, aber auch in Deutschland! Denn egal, ob man die Existenz böser Geister für möglich hält oder nicht – weltweit glauben viele Menschen daran, und das hat sehr reale Folgen.

Hier finden Sie weitere Informationen sowie die Anmeldung.

Missionsabend West Papua

Die Band Mambesak mit Oridek Ap präsentiert Musik aus ihrer Heimat West Papua. Foto: Mambesak Band

Immer noch ist West Papua eine der am stärksten abgeschotteten Regionen der Welt. Wir möchten sie Ihnen näherbringen beim

Missionsabend West Papua Mittwoch
am 14. November 2012
um 18.30 Uhr in der Unterbarmer Hauptkirche,
Martin-Luther-Straße 11, Wuppertal

Ein abwechslungsreicher Abend für alle Sinne: mit Papua-Musik von Oridek Ap und seiner Band Mambesak, Bildern einer Begegnungsreise und der Buchvorstellung »Identität in der Krise – Fragen an Mission und Kirche in West Papua«.

Zudem erzählt Dr. Siegfried Zöllner, Papua-Missionar der ersten Stunde, von seinen Erlebnissen in der Region. Gäste aus Papua teilen ihre Erwartungen, die sie angesichts der politischen Lage an die Kirchen heute haben. Ein kleiner Imbiss lädt ein zum persönlichen Gespräch.

Um unsere Planungen zu erleichtern, bitten wir um Ihre Anmeldung bis 7. November 2012 an missionsabend@vemission.org oder 0202 / 89004-0.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Hier finden Sie die Einladungskarte in digitaler Form.

Vereinte Evangelische Mission
Gemeinschaft von Kirchen in drei Erdteilen
Rudolfstraße 137
42285 Wuppertal
Fon 0202 / 89004-0
Fax 0202 / 89004-179
info@vemission.org www.vemission.org

Die aktuelle Menschenrechtslage in Papua

Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Indonesien- und Papua-Interessierte,

Watch Indonesia! in Zusammenarbeit mit dem West Papua Netzwerk möchte Sie gerne einladen zu einem informellen Informations- und Gedankenaustausch zum Thema
Die aktuelle Menschenrechtslage in Papua
mit Herrn Markus Haluk, Menschenrechtsaktivist, West Papua
am Montag, den 29. Oktober 2012,
um 18.00 Uhr
im Büro von Watch Indonesia!
Urbanstr. 114 10967 Berlin

Markus Haluk, ein bekannter Menschenrechtsaktivist aus Papua, war bereits im Herbst letzten Jahres bei uns zu Gast. Nur wenige Tage nach der gewaltsamen Auflösung des 3. Papua-Kongresses und der Inhaftierung einiger für diesen Kongress verantwortlicher Personen, die sich bis heute in Untersuchungshaft befinden, berichtete er uns als Teilnehmer und Augenzeuge des Kongresses über die folgende „Strafaktion“ durch die indonesischen Sicherheitskräfte.

In den folgenden Monaten hat sich die Menschenrechtslage in Papua weiter massiv verschlechtert. Im Sommer dieses Jahres war eine Eskalation der Gewalt zu beobachten, die in der Erschießung des Unabhängigkeitsaktivisten Mako Tabuni gipfelte. Zuvor wurde auf einen deutschen Touristen geschossen, der schwer verletzt überlebte. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt. Die Lage bleibt weiter angespannt.

Zur Stunde erreichen uns Informationen über gewaltsame Demonstrationen und Razzien der Sicherheitskräfte in Manokwari, der Provinzhauptstadt von West Papua. Ausländischen Journalisten und Menschenrechtsorganisationen, darunter auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), wird der Zugang in die beiden Provinzen Papuas verwehrt. Organisationen und Kirchen vor Ort berichten derweil von anhaltenden Menschenrechtsverletzungen durch die indonesischen Sicherheitskräfte. Diese beinhalten Drohungen und Angriffe gegen Menschenrechtsverteidiger, willkürliche Festnahmen, Folter und außergerichtliche Tötungen sowie Verletzungen der Rede- und Meinungsfreiheit.

Die ernste Situation in West Papua steht in starkem Gegensatz zu dem Bild Indonesiens als gefestigte Demokratie, in der Menschenrechte angeblich zunehmend auch im Militär durchgesetzt werden. Vertreter der indigenen Papuas haben sich seit Jahren für einen Dialog mit der Regierung in Jakarta eingesetzt, um den Konflikt mit friedlichen Mitteln beizulegen. Doch die Frustration wächst. Zunehmend verlieren indigene Papuas Glauben und Hoffnung in eine dialogische Lösung mit der Regierung Indonesiens. Der Ruf nach Unabhängigkeit wird lauter. Die Fronten scheinen sich zu verhärten.

Markus Haluk wird uns aus erster Hand über die aktuellen Entwicklungen informieren. Wir freuen uns auf Euren/Ihren Besuch!

Mit freundlichen Grüßen
West Papua Netzwerk und Watch Indonesia!

Für Pressetermine oder sonstige Nachfragen wenden Sie sich bitte an norman.voss@westpapuanetz.de oder watchindonesia@watchindonesia.org

Hintergrund: Interview mit Markus Haluk: www.watchindonesia.org/SUARA_2011_3.pdf , S. 4

Vortrag – Alor-Pantar und Ok: zwei bedrohte Papua-Sprachfamilien aus Indonesien und Papua-Neuguinea

Interdisziplinäres Zentrum für Ostasienstudien, Goethe-Universität Frankfurt/M.

Einladung zu einer Vortragsveranstaltung mit Dr. Sebastian Fedden [University of Surrey] Alor-Pantar und Ok: zwei bedrohte Papua-Sprachfamilien aus Indonesien und Papua-Neuguinea

In diesem Vortrag geht es um zwei Familien von Papua-Sprachen: die Alor-Pantar-Familie, gesprochen auf den Inseln Alor und Pantar in Ostindonesien, und die Ok-Familie, gesprochen tief im Inneren von Neuguinea.

Beide Sprachfamilien stehen unter beträchtlichem Druck durch Indonesisch (in Indonesien) bzw. Tok Pisin und Englisch (in Papua-Neuguinea).

Die Ausführungen geben einen Überblick über die Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der beiden Sprachfamilien, gehen auf Ähnlichkeiten und Unterschiede ein und stellen einige Highlights aus den grammatischen Systemen dieser Sprachen näher vor.

Dabei wird sich zeigen, dass sich die dargestellten Besonderheiten sehr von den vertrauten Mustern unterscheiden, die man aus den indoeuropäischen Sprachen kennt.

Am Dienstag, dem 30. Oktober 2012, um 16.00 Uhr c.t., Juridicum, 7. Stock, Raum Jur 717 (U 4, 6, 7: Station Bockenheimer Warte)

Klimaschutz in der Wüste - Erwartungen an den Klimagipfel in Katar

Podiumsdiskussion am 06.11.2012, 18:30 Uhr, in der FES, Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende November 2012 beginnt die 18. Weltklimakonferenz in Doha, Katar. Wenn sie scheitert, wird das Vertrauen in die internationale Klimapolitik weiter sinken.

Gemeinsam mit Brot für die Welt und Germanwatch lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung Sie dazu ein, mit internationalen ExpertInnen die Ausgangslage sowie die Erwartungen der Entwicklungsländer an den Gipfel zu diskutieren. Denn die Herausforderungen sind groß: Die teilnehmenden Staaten müssen das Verhandlungsmandat und wichtige Eckpunkte eines neuen globalen Klimaabkommens festlegen.

Zentral sind auch die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls, die kurzfristigen Klimaschutzziele der Länder und das „Peak Year“, ab dem die globalen Emissionen insgesamt sinken müssen. Darüber hinaus benötigen ärmere Länder, Inselstaaten oder marginalisierte Bevölkerungsgruppen Unterstützung dabei, die Lasten des Klimawandels zu bewältigen. Besonders brisant ist, ob die Staatengemeinschaft eintretende Schäden finanziell ausgleichen soll, und wie sie mit klimabedingter Migration umgeht.

Währenddessen kritisieren Gewerkschaften, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, dass die Klimakonferenz ausgerechnet in dem OPEC-Land stattfindet, das weltweit den höchsten Pro-Kopf-CO2-Ausstoß aufweist. Bislang haben die OPEC-Staaten ein ambitioniertes internationales Klimaabkommen blockiert – nun könnte die Konferenz einen Wandel bewirken. Umso wichtiger ist es, schon im Vorfeld auf positive Ergebnisse hinzuarbeiten. Dazu braucht es mutige Vorreiter und neue Allianzen.

Was müssen Deutschland und die EU tun, um wie in Durban erfolgreich mit den am wenigsten entwickelten Ländern, den Inselstaaten sowie der afrikanischen Verhandlungsgruppe zusammenzuarbeiten? Kann Katar die ölexportierenden Staaten für ein Ende der Blockadepolitik gewinnen? Und welche Bedeutung wird der internationalen Zivilgesellschaft in Katar zukommen?

Darüber diskutieren mit Thomas Hirsch, Entwicklungspolitischer Beauftragter bei Brot für die Welt: Dr. Bärbel Kofler, Mitglied des Deutschen Bundestagstags, Adao Soares Barbosa, LDC-Verhandlungsführer zu “Loss & Damage“ (Osttimor), Wael Hmaidan, Internationaler Direktor des Climate Action Network (Libanon) und Nazmul Haque, Direktor von Practical Action (Bangladesch)

Das ausführliche Veranstaltungsprogramm können Sie hier herunterladen

Die Konferenz wird durch die Europäische Kommission unterstützt.

Wann und Wo? Am 06. November 2012 von 18.30 bis 20.30 Uhr im Konferenzsaal im Haus 1 der Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 17 in Berlin-Tiergarten.

Schon angemeldet? Bitte melden Sie sich bis zum 30. Oktober 2012 über das Online-Anmeldeformular oder per Mail an globalization@fes.de zur Veranstaltung an.

Ansprechpartnerin Christiane Heun, globalization@fes.de, Tel. 030 26935-7407 *

Friedrich-Ebert-Stiftung
Abteilung Internationale Entwicklungszusammenarbeit Globale Politik und Entwicklung
Hiroshimastraße 28
10785 Berlin
www.fes.de/GPol

Aufruf zur Demonstration: Indonesien braucht keine Panzer. Indonesien braucht Frieden, Menschenrechte und Bildung!

Wir rufen auf zur Demonstration:
Keine deutschen Rüstungslieferungen nach Indonesien!!!
am Freitag, den 5. Oktober 2012 um 14.00 Uhr
vor dem Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Str., Berlin

103 deutsche Kampfpanzer des Typs "Leopard", 50 Schützenpanzer des Typs "Marder" und möglicherweise weitere Waffensysteme sollen nach Indonesien verkauft werden. Die Bundesregierung hüllt sich in Schweigen, obgleich Regierung und Medien in Indonesien längst offen darüber berichten. Indonesien braucht keine Panzer. Indonesien braucht Frieden, Menschenrechte und Bildung!

Hintergrund: Noch mehr deutsche Panzer für Indonesien
Leopard-Export nach Indonesien fordert erstes Opfer

Kontakt und weitere Infos:
Alex Flor
watchindonesia@watchindonesia.org
Tel. 030/781 56 74
---- (editierte Fassung s. www.watchindonesia.org/Panzer.pdf)

Indonesien braucht Frieden, Menschenrechte und Bildung. Keine deutschen Rüstungslieferungen nach Indonesien!!! Folter, extralegale Hinrichtungen, willkürliche Verhaftungen und Einschüchterung durch das Militär gehören in den Provinzen Papuas, im äußersten Osten Indonesiens, bis heute zum Alltag.

Schwere Menschenrechtsverletzungen der Vergangenheit, angefangen von den Massenmorden an vermeintlichen oder tatsächlichen Kommunisten, denen nach 1965 ca. 1 Mio. Menschen zum Opfer gefallen sind, über die Kriegshandlungen in Osttimor und Aceh, das Verschwindenlassen von Oppositionellen 1997/98 bis hin zum Giftmord an dem prominenten Menschenrechtsverteidiger Munir 2004 sind bis heute nicht endgültig aufgeklärt.

Bis zum heutigen Tage wurde keiner der Täter aus den Reihen des Militärs, der Polizei und der Geheimdienste rechtskräftig für diese Vergehen verurteilt. 14 Jahre nach dem Ende der Diktatur besetzten noch immer viele der mutmaßlichen Täter hohe Positionen in den Streitkräften und der Politik des Landes. Trotz bemerkenswerter Fortschritte seit dem Ende der Diktatur sind Menschenrechtsverletzungen in Indonesien bis heute an der Tagesordnung!

Die Zahl der absolut Armen, die mit ein bis zwei Dollar pro Tag ihr Leben fristen müssen, wird auf 120 bis 140 Mio. Menschen geschätzt. Viele von ihnen haben äußerst beschränkten Zugang zu Bildung, Wasser, Strom, Gesundheitsversorgung – und Zukunftschancen.

Anstatt das Heer der Armen wirksam zu unterstützen, zieht es die Bundesregierung vor, das Heer der Streitkräfte auszustatten: derzeit wird der Export von 103 Leopard-Kampfpanzern, 50 Schützenpanzern des Typs Marder 1A3 sowie 10 weiterer „supporting tanks“ ungenannten Typs vorbereitet. Anzeichen sprechen dafür, dass auch über weitere Rüstungsgüter verhandelt wird. Nicht einmal das indonesische Militär selbst kann eine äußere Bedrohung aufzuzeigen, welche die derzeit massive Aufrüstung der Streitkräfte begründen würde. Als maritimer Inselstaat könnte am ehesten noch eine Modernisierung der Marine überzeugen.

Doch unter dem Eindruck der Waffenkäufe der – befreundeten und verbündeten – Nachbarländer wird derzeit scheinbar wahllos alles eingekauft, was Rang und Prestige verspricht: Kampfhubschrauber und Raketen aus den USA, Militärflugzeuge aus Spanien und Russland, Ausbildungshilfe für Piloten aus China, U-Boote deutscher Lizenz aus Südkorea, Panzer aus Deutschland und vieles mehr.

Einige Jahre, nach Aufhebung eines Rüstungsembargos wegen der militärischen Handlungen in Osttimor seitens der USA sowie eines kurzfristiges Embargos der EU, wollen Indonesien und seine Streitkräfte ein Signal der Stärke senden: „wir sind wieder wer! Wir können mit allen Mächten dieser Welt kooperieren!“.

Einzig das niederländische Parlament lehnte einen Panzerexport nach Indonesien mit Verweis auf die Menschenrechtssituation ab. Die Bundesregierung scheint diese Bedenken nicht zu teilen. Seit Jahrzehnten kennt Indonesien keine äußeren Bedrohungen oder gar Feinde. Nur die eigene Bevölkerung kennt seit Jahrzehnten die immer gleiche Bedrohung: Willkür und Repression durch die eigenen Sicherheitskräfte!

Heute, am 5. Oktober 2012, feiert Indonesien den Tag der Streitkräfte (Hari TNI) – ein nationaler Feiertag. Gerne hätte das Militär der Öffentlichkeit zu diesem Anlass bereits einige der deutschen Panzer vorgeführt. In den Medien berichtet man stolz über diese Waffenkäufe. Nur Kanzlerin Merkel und ihre Regierung üben sich in Geheimniskrämerei. Die deutsche Öffentlichkeit, ja sogar der Deutsche Bundestag sollen nicht die Wahrheit erfahren, die alle ZeitungsleserInnen in Indonesien längst kennen.

Heute, am Feiertag der indonesischen Streitkräfte demonstrieren wir gegen deutsche Rüstungslieferungen. Gegen Menschenrechtsverletzungen! Gegen die Willkür der Macht! Für eine demokratische Kontrolle des Staates! Natürlich in Indonesien, aber vor allem auch hier bei uns in Deutschland!

Aliansi Masyarakat Indonesia Anti Perdagangan Senjata (Allianz des indonesichen Volkes gegen Waffenhandel)

Indonesien-Tag am 1.September 2012

Am 1. September 2012 findet in Köln in der Alten Feuerwache der „Indonesien-Tag“ statt.
Die „Indonesien-Tage“werden seit 1993 von der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft veranstaltet, um die Begegnung und den Austausch zweier Kulturen zu fördern.
Besucher haben die Gelegenheit ab 11 Uhr über den Basar mit Kunsthandwerk, Büchertischen und vielem mehr zu schlendern.
Ab 14 Uhr wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Islam in Indonesien“ geben.
Außerdem kann man Tänze und künstlerische Darbietungen aus Bali und Java genießen.

I n d o n e s i e n - T a g
Samstag, 1. September 2012
Bürgerzentrum Alte Feuerwache Melchiorstraße / Nähe Ebertplatz, Köln-Mitte

ab 11:00 Uhr – auf dem Hof:
Pasar Senggol Basar mit Kunsthandwerk, Büchertisch, Imbissständen, exotischen Produkten und mehr . . .

14:00 bis 16.00 Uhr – im Offenen Treff (neben Informationsbüro):
Islam in Indonesien Die Republik Indonesien ist das Land mit der weltweit größten Zahl an Muslimen. Traditionell haben sich Islam, Christentum, Hinduismus und Buddhismus sowie traditionelle Glaubensvorstellungen miteinander arrangiert. Gegenwärtig ist eine zunehmende Politisierung religiöser Fragen zu beobachten. Der Islam erfährt populären Zuspruch und drängt auf weiteren gesellschaftlichen Einfluss. In einer Podiumsdiskussion werden aktuelle Fragen und Perspektiven besprochen.

Außerdem: Tänze und künstlerische Darbietungen – aus Bali und Java.

Kontakt: mail@dig-koeln.de / 0221 – 73 28 056

Deutsch-Indonesische Gesellschaft - Mehr als 6 Jahrzehnte Brückenschlag
Im Mai 1950 ist die erste Deutsch-Indonesische Gesellschaft in Köln gegründet worden. Die beiden Länder hatten noch keine diplomatischen Beziehungen aufgenommen, gleichwohl konnte schon damals auf eine lange Tradition wechselseitiger Beziehungen zurückgeblickt werden.
Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die DIG als ein Mittelpunkt der Beschäftigung mit Indonesien entwickelt: Neben der Universität zu Köln mit dem seinerzeitigen „Malaiologischen Apparat“ und dem Seminar für Völkerkunde sowie der Universität Bonn mit dem Seminar für Orientalische Sprachen und den ortsansässigen Fachhochschulen, dem Rautenstrauch-Joest-Museum, der Deutschen Welle mit ihrem Indonesien-Programm, der Carl-Duisberg-Gesellschaft, den nahegelegenen kirchlichen Missionsgesellschaften der VEM in Wuppertal und der Steyler in St. Augustin und nicht zuletzt wegen der langjährigen Kontakte zur Indonesischen Botschaft – damals in Bonn – haben sich in der Region über lange Zeit intensive Kontakte mit Indonesien ergeben.
Die DIG bemüht sich fortwährend um eine differenzierte Darstellung und Verbindung mit Indonesien. Sie tut dies durch öffentliche Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen und Begegnungsmöglichkeiten.
Schon länger als zwanzig Jahre gibt die DIG das einzige deutschsprachige Magazin zur ausschließlichen Beschäftigung mit Indonesien heraus: „KITA“ mit drei Ausgaben im Jahr.
Seit 1993 veranstaltet die Deutsch-Indonesische Gesellschaft e.V. „Indonesien-Tage“ in der Alten Feuerwache. Dabei geht es um die Begegnung von Menschen, den Austausch zwischen Kulturen. Auf dem Basar gibt es ein breites Angebot kulinarischer Besonderheiten, praktischer Gebrauchsgegenstände und kunsthandwerklicher Produkte.
Das Rahmenprogramm lädt zur weiteren Beschäftigung mit Indonesien ein.

Deutsch-Indonesische Gesellschaft e.V. , Adrian-Kiels-Straße 7, 51149 Köln
www.dig-koeln.de

Die Würde ist (un)antastbar - Papua Partnerschaftsseminar Waldbröl

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, besagt Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Leider sieht die Realität in Papua nach wie vor anders aus.
Papua werden inhaftiert, weil sie den politischen und/oder wirtschaftlichen Zielen des Staates die Stirn bieten, weil sie sich der Plünderung der Ressourcen ihres Landes widersetzen, dem Landraub durch Regierung und internationale Konzerne entgegenstehen oder für die teilweise oder vollständige Unabhängigkeit ihres Volkes von der indonesischen Zentralregierung eintreten.
Oder weil sie selbstbewußt die Erhaltung ihrer Kulturen und Sprachen einfordern. Militärische und polizeiliche Übergriffe, Folter und lange Haftstrafen sind zu beklagen.
Dazu hören wir von Verschleppungen oder gar Ermordungen von Menschen. Menschenrechte sind unteilbar und unantastbar. Es ist Aufgabe des Staates, sie zu garantieren und zu schützen.
Aber auch Kirchen und Partnerschaften sind herausgefordert, sich für ihre Einhaltung einzusetzen.

Das Seminar findet vom 20.-22. Januar in Waldbröl statt. Hier finden Sie weitere Informationen sowie das Anmeldeformular.

VEM-Basar

Zugunsten des Solarlampenprojekts in West Papua / Indonesien findet am 12.November 2011 von 10 - 16 Uhr der VEM-Basar statt.

Lesen Sie bitte hier mehr.

Symposium "Identität in der Krise - Fragen an Mission und Kirchen in West Papua"

Durch das Evangelium sei der Frieden nach West Papua (Indonesien) gekommen – so lautet eine weitverbreitete Auffassung der Papua gegenüber der ausländischen Missionsarbeit in ihrem Land.
Missionare sind aber auch dem Vorwurf ausgesetzt, anderen Menschen ihre eigene Religion „übergestülpt“ und lokale Kulturen „zerstört“ zu haben.
Wie sah die Arbeit der ehemaligen Missionare aus?
Wie sind sie mit den Kulturen West Papuas umgegangen und wie haben sich diese infolge der Evangelisierung verändert?
Ehemalige Missionare und Gäste aus West Papua berichten im Rahmen des Symposiums über ihre jeweilige Sicht der Dinge.
Die Identitäten der Papua sind zudem durch die politische Integration an Indonesien, einer Geschichte der Unterdrückung und von Menschenrechtsverletzungen geprägt.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts befinden sich die Papua in einer Minderheitensituation auf dem eigenen Land und werden zunehmend marginalisiert. Die eigene Identität verschwimmt.
Welche Chancen haben die Kirchen, um die Menschen West Papuas aus der kulturellen Fremdbestimmung in eine kulturelle Selbstbestimmung zu begleiten?
Das Symposium sucht nach Anstößen, um die kulturellen Identitäten der Papua in einer globalisierten Welt zu stärken.

Das Symposium findet am 28.-29. Oktober 2011 statt. Der Anmeldeschluß ist am 7. Oktober 2011.

Hier gehts zum Download des Flyers, dort finden Sie nähere Informationen zum Symposium und Programm:
Identität in der Krise - Fragen an Mission und Kirchen in West Papua

Anmeldungen bitte unter:
Ökumenische Werkstatt / Centre for Mission and Leadership Studies
Missionsstr. 9
42285 Wuppertal
Tel: (0202) 89004-810
Fax: (0202) 89004-805
cmls@vemission.org
www.cmls-vemission.org

Tagungssekretariat: Elke Patalla
Tel: (0202) 89004-831

Seminar "Frauenwirklichkeiten in West Papua damals und heute"

West-Papua ist wegen der Unterdrückung der indigenen Bevölkerung und Menschenrechtsverletzungen immer wieder im Gespräch.
Wie erleben Frauen diese Situation?
Interkulturelles Lernen geschieht während des Seminars nicht durch graue Theorie, sondern durch das Teilen von hoffnungsvollen, aber auch bedrückenden Erfahrungen. Frauen erzählen von ihrer Rolle und ihrem Selbstverständnis. Die lebendigen, ergreifenden Beobachtungen und Erzählungen zeigen die Herausforderungen, denen sich Frauen in West-Papua stellen mussten und müssen, aber auch einen Wandel.
Neben dem Austausch und der Diskussion erleben wir eine pantomimische Auseinandersetzung, lernen Lieder und Gebete aus West-Papua kennen und kochen gemeinsam.
Alle, die noch Weihnachtsgeschenke suchen, werden sicherlich fündig beim Basar der VEM, den wir besuchen werden.
Das Seminar findet im Auftrag des Koordinierungsausschusses ökumenischer Frauenarbeit der VEM statt, vom 11. -12. November 2011.

Hier gehts zum Download des Flyers, dort finden Sie nähere Informationen zum Seminar und Programm:
Frauenwirklichkeiten in West Papua damals und heute

Anmeldungen bitte unter:
Ökumenische Werkstatt / Centre for Mission and Leadership Studies
Missionsstr. 9
42285 Wuppertal
Tel: (0202) 89004-810
Fax: (0202) 89004-805
cmls@vemission.org
www.cmls-vemission.org

Tagungssekretariat: Elke Patalla
Tel: (0202) 89004-831

 
Hintergrundgrafik, die den Viewport komplett ausfüllt