. .

Übergriffe gegen Studenten in Abepura

Opfer der Schlägereien im Oranga Wohnkomplex. Foto: JPIC GKI-TP

Nachdem bei Unruhen im Oranga Wohnkomplex der Ladenbesitzer Piet Penturi getötet wurde und es danach zu Unruhen und Schlägereien beim Wohnkomplex kam, rückte die Polizei am Montagabend (27.8.2012) beim Studentenwohnheim Pdt. S Liborang in Abepura an. Laut Polizeiangaben wurden der Mörder des Ladenbesitzers und die Beiteiligten der Schlägerei gesucht.

Alexander Sambom wurde ebenfalls Opfer der Polizeigewalt. Foto: JPIC GKI-TP

Nachdem die Polizei mit etwa 25 Fahrzeugen vorfuhr, wurden Warnschüsse und Tränengas eingesetzt. Mehrere Studenten wurden geschlagen und getreten.

Der 15-jährige Alexander Sambom, und der 22-jährige Heri Hisage wurden gefoltert. Die Opfer wurden am ganzen Körper getreten und mit Gewehren an Hinterkopf und Gesicht geschlagen. Dabei versuchte die Polizei das Geständnis zu erzwingen, dass die Opfer an den Unruhen im Oranga Wohnkomplex beteiligt gewesen seien.

Ca. 80 Studenten traten vor die Wohnheime und wurden wahllos geschlagen und getreten. Die Misshandlungen und Folterverhöre hielten von ca. 0.30 Uhr bis 1.30 Uhr an.

Von der Polizei durchwühlte Zimmer im Studentenwohnheim. Foto: JPIC GKI-TP

Die Bewohner berichteten auch, dass die Polizei sie fragte, ob sie an Unabhängigkeitsdemonstrationen beteiligt gewesen waren. Ein Polizist soll gedroht haben "Mako Tabuni haben wir schon erschossen, ihr könnt auch bald dran sein".

Die Polizei durchwühlte die Zimmer, nahm Dokumente mit, die auf politische Tätigkeiten hinweisen könnten. 34 Studenten wurden festgenommen und 18 von Ihnen am nächsten Tag aus der Haft entlassen.

Die 16 noch inhaftierten sind:
1. Tinus Nelambo
2. Amiel Sama
3. Beni Kepno
4. Edison Dabi
5. Otow Sobolim
6. Sentius Ambolon
7. Nikson Kabak
8. Iman Kepno
9. Sean Hisage
10. Semi Yohame
11. Antius Keliopas Sobolim
12. Yulius Kirakla
13. Urek Hilim
14. Heri Peyon
15. Linder Faluk
16. Admin Halitopo

Es wird davon ausgegangen, dass die Opfer in der Haft weiteren Misshandlungen und Folter ausgesetzt wurden, wie es Praxis vor Ort ist. Im Juni wurde KNPB Führer Mako Tabuni von den Sicherheitskräften erschossen. Die Tötung wird von vielen Beobachtern als politischer Mord angesehen.

(Quelle: JPIC GKI-TP)

zurück zur Übersicht

 
Hintergrundgrafik, die den Viewport komplett ausfüllt