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Menschenrechtsanwalt vorgeladen

Gustaf Kawer (Foto: JUBI)

Der prominente Menschenrechtsanwalt Gustaf R. Kawer erhielt in den letzten Tagen zwei Vorladungen ins Polizeibüro von Jayapura. Anwaltskollegen in Papua vermuten dahinter den Versuch, den unermüdlichen Anwalt einzuschüchtern.

Gustaf Kawer vertritt seit vielen Jahren indigene Papuas, die in Fällen von Folter, Polizeigewalt, Landraub und vorgeworfenem Verrat und Unruhestiftung vor Gericht stehen. Am 12. Juni 2014 fand eine Gerichtsverhandlung seines Mandanten Agus Yoku statt, obwohl Kawer im Vorfeld wegen einer parallel stattfindenden Verhandlung um eine Terminverschiebung gebeten hatte. Die Richter entschieden sich dafür, die Verhandlung fortzusetzen, obwohl Kawer als Yokus Rechtsbeistand nicht anwesend war. Kawer wurde darüber informiert und begab sich sofort in den Gerichtssaal und protestierte gegenüber dem Richter. Dabei wurde er von mehreren Menschen, vermutlich auch von Polizisten in Zivilkleidung, gefilmt. Die Polizei informierte nun Kawer und dessen Organisation PERADI darüber, dass eine Beschwerde wegen dessen angeblich störenden und beleidigenden Verhaltens vor Gericht eingereicht wurde. Kawer sowie mehrere Anwaltskollegen vor Ort befürchten, dass dahinter die Absicht steht, ihn an seiner Arbeit zu hindern.

 

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