Der 1. Mai – ein Anlass zu vielen Demonstrationen in Papua

West Papua Netzwerk - 03.05.2012 - „Wir - das Volk der Papua – lehnen es deutlich ab, dass wir am 1. Mai 1963 in den Einheitsstaat Republik Indonesien eingegliedert wurden!“ So stand es auf einem Spruchband, das Demonstranten in Nabire am 1. Mai 2012 durch die Straßen trugen. „Wir sind die föderale Republik West Papua“ las man auf einem Spruchband von Demonstranten in Manokwari. Hier duldeten die Sicherheitskräfte sogar, dass Morgensternflaggen öffentlich mitgeführt wurden.
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Darauf haben wir lange gewartet
Internationaler Menschenrechtsbericht stößt in Papua auf große Zustimmung
WPN - 27.04.12 - Am 21. April 2012 wurde der internationale Bericht „Menschenrechte in Papua 2010/11“ des Faith-based Network on West Papua (FBN) der Öffentlichkeit in Papua vorgestellt. Kristina Neubauer, Koordinatorin des West Papua Netzwerkes (WPN) und des FBN, präsentierte den Bericht vor fast 200 Leuten in Jayapura, der Hauptstadt Papuas. Der ins Indonesische übersetzte Menschenrechtsbericht wurde von den anwesenden Kirchenführern, Menschenrechtsverteidigern, traditionellen und Frauengruppen sehr begrüßt. Auch die lokalen Medien berichteten in den darauffolgenden Tagen über die Veranstaltung und die Inhalte des Berichts. Die Tageszeitung „Bintang Papua“ berichtete am 24. April auf der Titelseite über die Veröffentlichung des Berichts: „Menschenrechtsverletzungen in Papua werden nicht in der UN diskutiert“ lautete der Titel des Artikels, den das West Papua Netzwerk ins Deutsche übersetzt hat und im Folgenden abdruckt.
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Indonesien will Kampfhubschrauber kaufen
Menschenrechtsorganisationen schreiben Protestbrief an die USA

ETAN 04.04.2012 - Mehr als 90 Organisationen forderten die U.S. Behörden und den Kongress dazu auf, den Verkauf des Kampfhubschraubers AH-64 Apache nicht zu unterstützen. Indonesien verkündete vor einiger Zeit, dass es plane acht der Hubschrauber dieses Typs von den USA zu kaufen. Die Organisationen warnten davor, dass durch den Kauf und die Präsenz des Kampfhubschraubers die Konflikte in Indonesien nicht gelöst werden, sondern eskalieren könnten, besonders in West Papua – die Bereitstellung des Helikopters würde die Bevölkerung Papuas in Angst und Schrecken versetzen.
Bitte lesen Sie den englischsprachigen Brief.
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Öffentliche Veranstaltung am UN-Menschenrechtsrat
Besorgnis über Menschenrechtssituation in West Papua

West Papua Netzwerk - 20.03.12 - Die Menschenrechtssituation im zu Indonesien gehörenden West Papua gibt weiterhin Anlass zur Sorge: Auf einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der 19. Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen in Genf äußerten sich Novel Matindas, Vertreter des indonesischen Kirchenrates (PGI), und Matheus Adadikam, Generalsekretär der Evangelischen Kirche von West Papua (GKI-TP), besorgt über anhaltende Menschenrechtsverletzungen. Sie beklagen die andauernde Rechtlosigkeit in der Region.
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Stellenausschreibung
Koordinator/in West Papua Netzwerk
Das West Papua Netzwerk (WPN) ist ein Forum von Organisationen und Einzelpersonen in Deutschland, die mit menschenrechtlichen, entwicklungspolitischen, ökologischen und kulturellen Fragen in West Papua befasst sind und/ oder partnerschaftliche/ solidarische Beziehungen mit Menschen in West Papua pflegen. Bei den Organisationen handelt es sich um Menschenrechts-, Solidaritäts- und Umweltgruppen, um Partnerschaftskirchenkreise, Gemeinden und andere Organisationen der evangelischen und katholischen Kirche.
Die Koordinationsstelle in Wuppertal koordiniert die Öffentlichkeits- und Advocacyarbeit des
Netzwerkes. Zum 1. Juli 2012 suchen wir eine/n Koordinator/in.
Bitte lesen Sie die vollständige Stellenausschreibung hier.
Indonesien soll Verfahren gegen Papua Aktivisten einstellen

01. Februar 2012 - Human Rights Watch legt der indonesischen Regierung nahe, die Anklagepunkte gegen fünf Papua Aktivisten, die verfolgt werden, weil sie ihre politischen Ansichten friedlich zum Ausdruck gebracht hatten, fallen zu lassen.
Am 30. Januar 2012 hat das Amtsgericht in Jayapura mit dem Gerichtsverfahren wegen Landesverrats gegen die fünf Anführer des dritten Papua Kongresses, der vom Militär gewaltsam aufgelöst wurde, begonnen.
Lesen Sie bitte hier den englischsprachigen Bericht.
Zivilist in Papua erschossen
22. Januar 2012 - Die erste willkürliche Schießerei des Jahres fand in Papua statt, am Freitag, dem 20. Januar 2012. Ein Zivilist, der die Provinz Puncak Jaya besuchte, wurde von einer unbekannten, bewaffneten Gruppe erschossen. Das Opfer wurde identifiziert als Kisma Rafiq, aus Padang in West Sumatra.
Es fielen drei Schüsse, die Rafiq im Gesicht und am Hals trafen, sodass er noch am Tatort verstarb.
Der Grund für die Schießerei ist unbekannt.
Bitte lesen Sie hier den vollständigen englischsprachigen Artikel in der Jakarta Post.
Indonesische Streitkräfte setzen ihren großflächigen militärischen Angriff auf die Dorfbewohner Paniais in West Papua fort
14. Januar 2012 - Menschenrechtsaktivisten vor Ort berichten aus dem abgelegenen Distrikt Paniai in West Papua, dass die indonesischen Sicherheitskräfte seit Anfang Januar weiterhin eine "unangemessene" Militäroffensive durchführen, und so die Lage der zigtausenden Dorfbewohner, die bereits vor einigen Wochen im Dezember aus ihren brennenden Dörfern fliehen mussten, weiter verschlimmern.
Bitte lesen Sie hier den vollständigen englischen Artikel.
Zwei weitere Freeport-Arbeiter tot aufgefunden
9. Januar 2012 – Zwei Männer, die für das US-Unternehmen Freeport McMoRan arbeiteten, wurden am Montag tot aufgefunden. Seit des Streiks, der im September letzten Jahres begann, sind es nun bereits zehn Leute, alles Indonesier, die in der Nähe der Mine getötet wurden, sei es in Hinterhalten oder in Zusammenstößen mit der Polizei. Die letzten Opfer, die tot in einem Fahrzeug gefunden wurden, das dem US-Unternehmen gehört, wurden offensichtlich erschossen, sagte Ramdani Sirait, Sprecher der lokalen Niederlassung Freeport Indonesien.
Bitte lesen Sie hier den vollständigen Artikel in englischer Sprache.
West Papua Report - Januar 2012
WPAT / ETAN - Zusammenfassung: Indonesische Sicherheitskräfte, darunter das von den USA und Australien unterstütze "Detachment 88", führten "Reinigungsoperationen" im Gebiet Paniai von West Papua durch, bei denen Kirchen, Wohnhäuser und öffentliche Gebäude zerstört wurden und die Hunderte von Zivilisten obdachlos werden ließ. Die nationale Menschenrechtsorganisation von Indonesion (Komnas HAM) und Menschenrechtsorganisationen in Paniai forderten den Polizeikommandanten auf, seine Kräfte aus der Region abzuziehen. Einem aktuellen Bericht zufolge hat die mangelhafte medizinische Versorgung der Papuas zu einer hohen Sterblichkeit bei gebärenden Müttern geführt. Ein unbestätigter Bericht gibt an, dass Präsident Yudhoyono sich verpflichtet hat, auswärtige Truppen aus West Papua abzuziehen und vorerst vom Einsatz einer Spezialeinheit, die sich der grundlegenden Probleme zwischen Jakarta und Papua annehmen soll, abzusehen. Die Zahl an Toten, die zu Lasten der jahrzehntelangen Vernachlässigung der Bevölkerung West Papuas gehen, sind umfassend dokumentiert. Amnesty International hat sich in Jakarta mit einem erfahrenen Beamten getroffen, um die Freilassung politischer Gefangener vor allem in West Papua und Maluku voranzutreiben. Der seit drei Monaten andauernde Streik der Arbeiter in den Minen von Freeport McMoRan scheint sich einer Lösung zu nähern.
Bitte lesen Sie hier den vollständigen Bericht in englischer Sprache.
Das West Papua Netzwerk wünscht ein frohes neues Jahr 2012!
Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen, die uns im letzten Jahr und die Jahre davor so rege unterstützt haben und hoffen weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.
E-Info vom 21.12.2011
Zeichen der Hoffnung: Treffen zwischen indonesischem Präsidenten und Kirchenführern aus Papua

WPN 21.12.2011 - Angesichts der sich immer schneller drehenden Gewaltspirale in Papua, scheint das Jahr 2011 möglicherweise doch mit Aussicht auf Besserung zu Ende zu gehen: Am 16. Dezember trafen Kirchenführer aus Papua den indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono (SBY) zu einem Gespräch auf der Insel Java. Das Treffen fand hinter verschlossenen Türen in der Privatresidenz des Präsidenten in der Stadt Bogor statt. Yudhoyono erklärte sich zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit den Kirchen- und Religionsführern im Papuakonflikt bereit und versprach, sich für ein Ende der militärischen Gewalt in Papua einzusetzen. Die Gespräche mit den Kirchenführern aus Papua sollen Mitte Januar 2012 fortgeführt werden.
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E-Info vom 16.12.2011
Militäroperation im Landkreis Paniai: Hunderte auf der Flucht
WPN 16.12.2011 - In den letzten Wochen häufen sich Berichte über Operationen des indonesischen Militärs in der Region Paniai im westlichen Hochland der Pro-vinz Papua. Die Truppen sollen auf der Suche nach vermeintlichen Anhängern der Unabhängig-keitsbewegung OPM/ TPN indigene Dörfer durchkämmen und die Häuser und den Besitz der Menschen zerstören. Hunderte Menschen sollen auf der Flucht sein. Erst vor wenigen Ta-gen, am 13.12.2011 floh das gesamte Dorf Da-gouto (542 Personen) in die Kreisstadt Enarotali.
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Internationaler Tag der Menschenrechte
Kirchen und Menschenrechtsorganisationen aus aller Welt äußern sich besorgt über die Lage der Menschenrechte in Papua
WPN 10. Dezember 2011 Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember 2011 haben sich Kirchen, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen aus Europa, Australien und Asien in einem offenen Brief an den indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono gewandt. Die Organisationen äußern sich besorgt über die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in den indonesischen Provinzen Papua und West Papua. Besonders alarmiert sei man über das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang mit dem Dritten Papua-Kongresses am 19. Oktober 2011 in Jayapura, heißt es in dem Brief. Die indonesischen Sicherheitskräfte waren infolge des Kongresses mit übertriebener und unnötiger Gewalt gegen friedliche Kongressteilnehmer vorgegangen und hatten mindestens drei Menschen getötet und 96 weitere Personen verletzt.
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Pressemitteilung - Neuer Bericht enthüllt das volle Ausmaß von Menschenrechtsverletzungen in Papua
Internationale Nichtregierungsorganisationen (INROs) treffen sich in Genf zur Beratung der aktuellen Menschenrechtslage vor Ort

WPN 18.11.2011 - Nachdem im letzten Monat der dritte Papua-Kongress in Jayapura gewaltsam durch indonesische Sicherheitskräfte aufgelöst wurde, ist Indonesien nun durch den neuen englischsprachigen Bericht „Menschenrechte in Papua 2010/2011“ (Human Rights in Papua 2010/2011) mit dem vollen Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen in Papua konfrontiert worden. Der Bericht wurde am 2. November 2011 vom Faith Based Network on West Papua (FBN) in Kooperation mit Franciscans International (FI) und der Asian Human Rights Commission (AHRC) in Genf veröffentlicht.
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E-Info vom 21.10.2011
Indonesische Sicherheitskräfte schlagen Dritten Papua-Kongress gewaltsam nieder - Mindestens zwei Tote und 30 Verletzte
WPN 21.10.2011 - Der dritte Kongress des Papuavolkes endete am Mittwoch mit polizeilicher und militärischer Gewalt. Über 4.000 indigene Papua hatten sich vom 17. bis 19. Oktober friedvoll auf dem Zacheus Missions Platz in Abepura, Jayapura Stadt, versammelt, um an einem der wichtigsten Gremien des Papuavolkes teilzunehmen. Die Versammlung erfolgte unter strikter Beobachtung der indonesischen Sicherheitskräfte: Über 2.000 Angehörige der indonesischen Polizei und des Militärs sollen bereitgestanden und mindestens 200 das Gelände vom ersten Tag an umzingelt haben. Am dritten Tag lösten sie die Versammlung mit Gewalt auf.
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Der neue Rundbrief 2/2011 ist erschienen

Nun ist es soweit. Der neue Rundbrief des West Papua Netzwerkes ist erschienen. An dieser Stelle möchten wir uns auch recht herzlich für das positive Feedback bezüglich des neuen Layouts bedanken.
Viel Vergnügen bei der Lektüre!
Aide-Mémoire 2011 - Indonesien
Die Regierung Indonesiens muss dem Recht Geltung verschaffen
Nach Überwindung des Suharto-Regimes 1998 stellte Indonesien seine Menschenrechtspolitik auf eine neue Basis. Ein Menschenrechtsgesetz und ein Gesetz über Menschenrechtsgerichtshöfe wurden verabschiedet, die nationale Menschenrechtskommission wurde mit zusätzlichen Kompetenzen ausgestattet und das Justizministerium in das Ministerium für Justiz und Menschenrechte überführt. Auf Ebene der VN trat Indonesien den beiden Menschenrechtspakten bei und unterzeichnete eine Reihe wichtiger Konventionen, darunter die Antifolterkonvention. Im Rahmen der Mitgliedschaft in der ASEAN beteiligt sich Indonesien am Aufbau einer transnationalen Menschenrechtskommission.
Mit verschiedenen Staaten, darunter die Schweiz, Norwegen und die EU, ist Indonesien in einen Menschenrechtsdialog getreten.
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Politischer Gefangener in Not
WPN 26. September 2011 Amnesty International hat zu einer Briefaktion im Falle des politischen Gefangenen Kimanus Wenda aufgerufen. Kimanus Wenda befindet sich im Gefängnis von Nabire, Provinz Papua, und benötigt aufgrund eines Magentumors dringend medizinische Hilfe. Da es in Nabire nicht die notwendige medizinische Versorgung gibt, raten die Ärzte zu einer sofortigen Überführung nach Jayapura. Die Gefängnisbehörden von Nabire weigern sich jedoch, die Transport- und Behandlungskosten zu leisten.
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Freiheitsstrafen für friedliche Demonstranten
WPN 1. September 2011 Das Bezirksgericht Manokwari, Provinz West Papua, hat im August zwei indigene Papua wegen Landesverrat verurteilt. Melkianus Bleskadit erhielt am 18. August eine zweijährige Haftstrafe; Daniel Yanu wurde wenige Tage später zu siebeneinhalb Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Die Männer hatten im am 14. Dezember 2010 an einem friedlichen Protest in der Stadt Manokwari teilgenommen und gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat demonstriert.
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Buchtar Tabuni ist frei
WPN 17. August 2011 Der politische Gefangene Buchtar Tabuni ist von der indonesischen Regierung begnadigt und auf freien Fuß gesetzt worden. Tabuni gehörte zu 656 Gefangenen in Papua, die anlässlich des indonesischen Unabhängigkeitstages am 17. August eine Begnadigung erhielten.
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E-Info vom 14.7.2011
Friedenskonferenz der Papua - Dialog als Lösung
Eine große Friedenskonferenz der Papua mündete vergangene Woche in einer gemeinsamen Friedenserklärung.
Die Botschaft ist eindeutig: Um die Konflikte in Papua friedlich zu lösen, fordert das Papuavolk einen Dialog mit der Zentralregierung in Jakarta. In der Erklärung bestimmen die Papua erstmals Kriterien, nach denen Verhandlungsführer aus Papua für einen Dialog bestimmt werden sollen. Die Konferenz war von dem Papua Friedensnetzwerk JDP (Jaringan Damai Papua) unter Leitung des katholischen Pastors Neles Tebay initiiert worden.
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E-Info vom 27.06.2011
Gewalt gegen Menschenrechtsverteidiger in Papua – Amnesty International ruft zu Briefaktion auf
Angehörige des indonesischen Militärs haben am 15. Juni 2011 den Menschenrechtsverteidiger Yones Douw (42) aus Nabire misshandelt.
Yones Douw arbeitet für das Büro für Gerechtigkeit und Frieden der evangelischen Kirche Kingmi (Gereja Kemah Injil) in Nabire und informiert internationale Netzwerke regelmäßig über Menschenrechtsverletzungen in Papua. Der renommierte Menschenrechtsverteidiger ist nun zum zweiten Mal selbst Opfer staatlicher Gewalt geworden. Amnesty International ruft zu einer Briefaktion zum Schutze von Yones Douw auf.
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Demonstration in Nabire

Über 5.000 Menschen gingen am 4. April in der Stadt Nabire auf die Straße und demonstrierten friedlich für einen Dialog zwischen Papua und Jakarta unter internationaler Mediation.
Die Demonstranten erklärten das Sonderautonomiegesetz für Papua für gescheitert und trugen es symbolisch zu Grabe.
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Klaus Reuter beim Deutschlandfunk

Hier erreicht Sie der Hinweis auf seinen sehr hörenswerten Beitrag, der dieser Tage im Deutschlandfunk ausgestrahlt, und auf den ich durch einen Papua-Partner, Erhard Leuerer aus dem Rheinland, aufmerksam wurde...
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Foltervideo - die Täter werden vor ein Militärgericht gestellt
WPN 5. November 2010 Mitte Oktober wurde von der Asienkommission für Menschenrechte in Hongkong ein Foltervideo verbreitet, das weltweit Betroffenheit und Empörung auslöste. Es zeigt, wie indonesische Militärs zwei gefesselte Papua brutal foltern. Inzwischen sind die Täter identifiziert und müssen sich höchstwahrscheinlich vor einem Militärgericht verantworten.
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Obamas Indonesienvisite schlägt Wellen der Emotion in Papua
„Indonesien ist ein Teil von mir“, sagt der amerikanische Präsident, der von 1967 bis 1971 in Jakarta die Schule besuchte. Bei dieser Reise in seine Vergangenheit lobte er das Land seiner Kindheit für dessen Toleranz und betonte die Vorbildrolle, die Indonesien in der Welt des 21. Jahrhunderts einnehme.
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Erdrutsche und Überschwemmungen zerstören die Stadt Wasior
WPN 12. Oktober 2010 Am Montag, dem 4. Oktober 2010 wurden die 200 km südlich von Manokwari gelegene Stadt Wasior und mehrere Dörfer von einer Flutkatastrophe zerstört. Die Flüsse Angris und Kiot traten über die Ufer, Schlammlawinen, mitgerissene Bäume und Geröll zerstörten viele Häuser. Bisher sind 230 Tote und über 500 Verletzte registriert. Viele Menschen werden noch vermisst.
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Briefaktion von amnesty international für die Sicherheit von Buchtar Tabuni
Seit Dezember 2010 berichtet Amnesty International mit Sorge über die Sicherheitslage der politischen Gefangenen Buchtar Tabuni und Filep Karma, die am 4. Dezember aus dem Gefängnis von Abepura auf die Polizeistation nach Jayapura verlegt wurden. Am 7. Januar 2011 wurde einer der Gefangenen, Buchtar Tabuni, in eine Isolationszelle verlegt. Erfahrungsgemäß ist die Gefahr der Folter in Isolationshaft besonders groß.
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Foltervideo: Lasches Urteil für Täter – SBY spricht von „kleinem“ Vorfall
WPN 2. Februar 2011 Die Täter des so genannten „Foltervideos“ sind am Montag, 24. Januar 2011, vor dem Militärgericht in Jayapura zu acht bis zehn Monaten Freiheitsentzug verurteilt worden. Die drei Soldaten hatten gestanden, im Mai 2010 die Zivilisten Anggen Pugu Kiwo und Telengga Gire im Landkreis Puncak Jaya, Provinz Papua, brutal misshandelt zu haben. Die Täter wurden allerdings nicht wegen einer (schweren) Menschenrechtsverletzung verurteilt, sondern wegen eines Disziplinvergehens. Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono (SBY) beklagte die internationale Aufmerksamkeit gegenüber diesem „kleinen“ Vorfall.
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Kiwo spricht in einem Video über seine Folter - Human Rights Watch fordert Gerechtigkeit für die Opfer!
WPN 9. Dezember 2010. Wie Human Rights Watch (HRW) berichtet, konnte die indonesische Regierung die Soldaten, die Tunaliwor Kiwo und Telangga Gire gefoltert und sich dabei per Handy aufgenommen haben, noch nicht identifizieren. Vor einigen Tagen wurde nun eine Videoaussage veröffentlicht, in der Kiwo von seiner Folter erzählt und erschreckende Einzelheiten offenbart.
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Theologische Erklärung der Kirchen in Papua zum Versagen der indonesischen Politik gegenüber Papua: Unser Boot des Lebens wurde von einem Taifun getroffen und droht zu sinken!
WPN 03. März 2011 In einer gemeinsamen theologischen Erklärung erklären die drei großen Papua-Kirchen GKI-TP (Evangelische Kirche im Lande Papua), Kingmi- und Baptistenkirche die indonesische Entwicklungspolitik in Papua für gescheitert. Die Kirchen drücken ihre tiefe Besorgnis über die Lebensbedingungen der indigenen Papua aus und sprechen von einem Genozid an ihrem Volk. Aber auch vor Selbstkritik macht die Erklärung nicht halt: Zu lange habe man als Kirchen gegenüber dem Leid des Papua-Volkes geschwiegen. Die Kirchen erklären, zu ihrem theologischen Auftrag zurückzukehren, das Leiden der Menschen zu hören und für diese ihre Stimme zu erheben.
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Zivilisten stehen auf der geheimen Feindesliste von Kopassus, einer Spezialeinheit des indonesischen Militärs!
Vor kurzem wurden geheime Dokumente an die Öffentlichkeit gebracht, die erschreckende Erkenntnisse über Kopassus darlegen: Bei Kopassus (Komando Pasukan Khusus) handelt es sich um eine Spezialeinheit des indonesischen Militärs, das eigentlich zur Antiterrorbekämpfung eingesetzt wird, mehr aber durch ihre menschenrechtsverletzenden Praktiken bekannt geworden ist. Die geheimen Dokumente beinhalten u. a. eine Art Todes- oder Feindesliste, auf der die Namen von Zivilisten zu finden sind, die sich verstärkt für Menschenrechte einsetzen und von der Kopassus als Feinde definiert werden.
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Gewalttätiger Angriff auf einen Journalisten in Jayapura, Provinz Papua
Der Journalist Banjir Ambarita wurde am 3. März 2011, gegen 01:00 Uhr, von Unbekannten angegriffen und schwer verletzt. Banjir Ambarita war mit seinem Motorrad auf dem Heimweg gewesen, als sich ihm zwei Männer auf einem Motorrad näherten und mit einem Messer zweimal in die Brust und in den Magen stachen. Die Täter entkamen. Der Journalist wurde noch am selben Tag operiert und befindet sich nun im Krankenhaus. Nach Angaben von Amnesty International besteht die Gefahr weiterer Übergriffe und Einschüchterungen gegenüber dem Journalisten.
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West Papua befreien
Sabine Kuegler schreibt mit engagierten Bestsellern gegen die Ausbeutung und Unterdrückung der Ureinwohner Westpapuas an

Es war einmal ein kleines Mädchen aus Deutschland. Das ging mit seinen Eltern in den Dschungel Westpapuas und erlebte beim Stamm der Fayu eine abenteuerliche und glückliche Kindheit inmitten einfacher Menschen und wilder Tiere. Als der Teenager ein Schweizer Internat besuchte, lösten Heimatverlust und die Begegnung mit den unvertrauten Normen der modernen Gesellschaft bei ihm eine Identitätskrise aus, die erst die erwachsene Sabine Kuegler durch das Schreiben ihrer Kindheitsgeschichte zu bearbeiten begann. Mit ihrem Erstling »Dschungelkind« hatte die heute 33 Jahre junge Frau im Jahr 2004 einen überraschenden Welterfolg, der mittlerweile in über 20 Sprachen übersetzt wurde.
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7. Dezember 2000: Sie spielten Pingpong mit dem Kopf des Opfers...
WPN 7. Dezember 2008 Der Schweizer Journalist Oswald Iten schrieb in der Neuen Züricher Zeitung vom 22. Dezember 2000: Am 11. Dezember wurde ich nochmals Zeuge einer grässlichen Szene. Um 2 Uhr 45 wurden drei Häftlinge eingeliefert. Zwei wurden außer meiner Sichtweite zusammengeschlagen. Der dritte Papua fiel gerade vor die Gittertür der Einzelzelle, in die mich inzwischen Polizeichef Daud Sihombing verbannt hatte. Ein Wächter kickte dem Mann mit dem Stiefel an den Kopf, der gegen meine Gittertüre knallte. Das Blut spritzte auf meine Beine. Weil der Beamte das Kopf-Pingpong zwischen Stiefel und Gitter faszinierend fand, wiederholte er den Kick noch ein paar Mal. Ein zweiter Polizist versetzte das Opfer mit einem Absatzkick mitten ins Gesicht in den Ohnmachtzustand. Das war noch nicht genug: ein dritter Wächter, der die Szene mit dem Gewehr in der Hand verfolgt hatte, schlug nun etwa fünf Mal den Kolben über den Schädel des besinnungslosen Mannes....“
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Indonesische Polizei reagiert mit Verhaftungen

WPN 6.Dezember 2008 Nach dem 1. Dezember, dem 47. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung West-Papuas, reagiert die Polizei in Papua nervös. Es kam zu Verhaftungen, Einschüchterungen und Drohungen.
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Der 1. Dezember - Tag der Erinnerung in Papua
WPN 1. Dezember 2008.
Der 1. Dezember ist nicht nur Welt-Aids-Tag, für die Papua ist er auch ein Tag der Erinnerung an ein freies, unabhängiges West-Papua. Am 1. Dezember 1961 erklärte der damalige West-Papua-Rat, die legitime Vertretung der Bevölkerung, seine Absicht, in wenigen Jahren einen unabhängigen Staat West-Papua zu gründen. Die Niederlande, die damals Niederländisch Neuguinea noch als Kolonie verwalteten, setzten 1970 als Termin für die Unabhängigkeit fest. Am 1. Dezember 1961 wurde bereits ein Beschluss gefasst über die nationalen Symbole, Flagge und Wappen, der jungen Republik. Der damalige indonesische Präsident Sukarno verhinderte alle Pläne durch eine militärische Intervention und annektierte West-Papua.
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Greenpeace fordert Moratorium gegen weitere Zerstörung von Wäldern in Indonesien, Unilever, der größte Palmölkäufer der Welt, unterstützt die Forderung
WPN 24. November 2008
Indonesien will seine Palmölproduktion immens ausweiten in der Hoffnung, dass die Quotenregeln von Biokraftstoffen in Industrieländern neue Exportmärkte schaffen. Infolge der harschen Kritik von Umwelt- und Menschenrechtsgruppen fordern viele EU-Staaten allerdings nun eine Zertifizierung von Palmöl, das einen nachhaltigen Anbau bescheinigt.
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Papua-Kirchen dokumentieren dreizehn Fälle von schwerer Folter durch indonesische Sicherheitskräfte.

WPN 14. November 2008.
In einem Schreiben vom 29. Oktober 2008 wenden sich Kirchen und Menschenrechtsorganisationen aus Papua an den Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrates für Folter, Prof. Dr. Manfred Nowak. Sie schildern 13 Fälle von schwerer Folter, verübt von indonesischem Militär, Polizei sowie Gefängnispersonal. Alle Fälle ereigneten sich während der letzten sechs Monate. Das Schreiben ist mitunterzeichnet von sieben internationalen Menschenrechtsorganisationen.
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Seit einem Monat streiken Lehrer und Schüler im Bezirk Paniai (Enarotali)
WPN 3. November 2008
Seit über einem Monat sind viele Schulen im westlichen Hochland Papuas geschlossen. Heute demonstrierten Lehrer und Schüler in Enarotali, dem Hauptort des Bezirks (Kabupaten) Paniai. Sie fordern seit Wochen die Auszahlung der ihnen zustehenden Gehälter, doch offensichtlich kümmert sich die Bezirksverwaltung nicht um ihre Sorgen. Der Bezirkschef (Bupati) sei in all den Wochen noch nicht auf die Lehrer zugekommen, um ihre Klagen zu hören. An einer geordneten Ausbildung der Jugend scheint die Bezirksverwaltung kein Interesse zu haben.
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Folter im Gefängnis Abepura in Papua/ Indonesien
WPN 26. Oktober 2008.
Am 22. September 2008 wurde Ferdinand Pakage im Gefängnis Abepura bei einem Verhör bewusstlos geschlagen. Sein rechtes Auge wurde zertrümmert. Er bleibt sein Leben lang auf dem rechten Auge blind. Es gibt in Indonesien kein Gesetz, das Folter bei Verhören unter Strafe stellt. Manfred Nowak, der Sonderberichterstatter der UNO für Folter, fordert dies seit seinem Besuch in West Papua.
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11 friedliche Demonstranten zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt

WPN 22. Oktober 2008 Am Montag, dem 13. Oktober wurden in Manokwari / West Papua 11 friedliche Demonstranten – siehe Bild - zu je 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Sowohl der Staatsanwalt wie die Verteidigung kündigten an, in Berufung gehen zu wollen. Der Staatsanwalt meinte wohl, das harte Urteil sei zu milde....
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Greenpeace-Schiff ESPERANZA in Papua

WPN 10. Oktober 2008
Am 6. Oktober 2008 lief das Greenpeace-Schiff ESPERANZA in den Hafen von Jayapura ein. (siehe Bilder). Greenpeace setzt damit ein Zeichen: Die schnelle Abholzung der Regenwälder in Papua soll ins Blickfeld der Öffentlichkeit treten. Greenpeace will sich stärker in Papua engagieren.
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Wir rufen zu einer Brief-Eilaktion Rettet den Regenwald auf
WPN 7.Oktober 2008
Der in Hamburg ansässige Verein „Rettet den Regenwald“ ruft zu einer Briefaktion auf. Wir sind gebeten, an den EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso zu schreiben und ein Einfuhrverbot für illegal geschlagenes Holz zu fordern. Dies ist genau das Anliegen unseres WP-Netzwerks. Daher schließen wir uns dieser Aktion an. Wir bitten jeden und jede, sich an der Aktion zu beteiligen und einen Brief, eine Karte oder eine Email zu schreiben.
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18 Personen in Timika/Papua festgenommen
WPN 29. September 2008
Am 23. September hissten einige Demonstranten in Timika im Süden Papuas die Morgensternflagge. 18 Personen wurden augenblicklich von der indonesischen Polizei festgenommen.
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Im September vier neue Todesopfer durch Cholera
WPN 24. September 2008
Der indonesische Gesundheitsdienst in Papua versagt angesichts der Choleraepidemie, die seit April fast 300 Todesopfer gefordert hat. Die indonesische Regierung verharmlost die Situation und wirft den Kirchen und NROs vor, übertriebene Zahlen von Opfern zu verbreiten.
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Machtkampf oder Schaufensterdekoration
WPN 19. September 2008
„Das Hissen der Morgensternflagge ist kein Akt des Separatismus! Papuas, die ihre Flagge aufziehen, sollten nicht bestraft werden!“ Das sagte der indonesische Verteidigungsminister laut der heutigen Ausgabe der Jakarta Post Juwono Sudarsono in einem Gespräch mit seinem australischen Kollegen Joel Fitzgibbon. Damit kritisiert er sehr direkt den Erlass Nr. 77 des Präsidenten vom November 2007, in dem das Zeigen der Morgensternflagge oder ähnlicher Symbole in der Öffentlichkeit verboten und unter Strafe gestellt wird.
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40 Kongress-Abgeordnete fordern die Freilassung von Filep Karma und Yusak Pakage
WPN 15. September 2008 .
Die Inhaftierung von politischen Gefangenen durch indonesische Behörden findet immer mehr internationale Beachtung. Im Juli 2008 schrieben 40 Kongress- Abgeordnete einen Brief an den Präsidenten der Republik Indonesia und forderten die bedingungslose Freilassung von Filep Karma und Yusak Pakage. Die lokale Zeitung in Papua (Cenderawasi Pos) berichtete darüber mit der Schlagzeile „Der US-Kongress bittet um die Freilassung von Filep Karma“. In einem langen Artikel wurden verschiedene Stellungnahmen wiedergegeben.
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Indonesische Wissenschaftler kritisieren die Papua-Politik ihrer Regierung
WPN 10. September 2008
„Es ist ein Fehler, dass sich unsere Regierung einem Dialog mit den Papua verweigert.“ Das ist der rote Faden in der sogenannten ROAD MAP, die vom wissenschaftlichen Regierungsinstitut LIPI vor wenigen Wochen veröffentlich wurde. Während die indonesische Regierung dem Ausland gegenüber immer behauptet, die Probleme in der Provinz Papua seien gelöst, deckt die Road Map viele ungelöste Konflikte auf. Sie fasst diese Probleme unter vier Gesichtpunkten zusammen:
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Fotos aus dem Kamu-Valley - Choleraopfer

WPN 6. September 2008
Wir berichteten über die Cholaraepidemie in den Bezirken Nabire und Paniai in Papua. Seit April dieses Jahres gab es fast 300 Todesfälle. Der Regierung wurde vorgeworden, dass sie keine effektiven Maßnahmen ergriff. Die Fotos zeigen Szenen, die sich täglich wiederholten.
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Fast 300 Tote in Papua - Regierung überfordert mit dem Ausbruch von Cholera
WPN 5. September 2008.
291 Todesfälle infolge der Cholera werden inzwischen aus Papua gemeldet, der letzte vom 31. August 2008. Die Regierung behauptet, die Seuche sei abgeflaut. Sie scheint nicht in der Lage zu sein, eine wirksame Kampagne durchzuführen. Es genügt ihr, die Lage schön zu reden.
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Wamena, Papua: Indonesische Polizei schießt in die Menge....Zivilist tödlich getroffen.

WPN, 17. August 2008.
Am Samstag, dem 9. August 2008 feierten Tausende in Wamena, Papua, den Internationalen Tag der Indigenen Völker. Die Vereinten Nationen haben vor einigen Jahren den 9. August als solchen festgelegt. Die Veranstaltung war vom örtlichen Adatrat des Balimtals sowie vom zentralen Adatrat, der seinen Sitz in Jayapura hat, organisiert. Die Kundgebung, die von der Polizei genehmigt worden war, hatte ein Programm, das Gebete, Tänze und Reden vorsah. Auch die Erklärung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zum Tag der Indigenen Völker wurde verlesen. Gegen Ende der Veranstaltung tauchten plötzlich einige Männer auf, die vier Stangen bzw. Speere mit je einer Flagge in den Händen trugen.
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Amnesty international (ai) bittet um Amnestie für Filep Karma und Yusak Pakage

WPN 27. Juni 2008
Die Gütersloher ai-Gruppe bittet den Präsidenten der Republik Indonesien in einen Schreiben um Begnadigung der beiden Gefangenen Filep Karma und Yusak Pakage. Der Brief wird von Mitgliedern der Gruppe individuell geschrieben und versandt, ein Musterbrief dient als Vorlage. Filip Karma und Yusak Pakage hatten im Dezember 2004 bei einer friedlichen Demonstration in Jayapura die Morgensternflagge – ein kulturelles Symbol der Identität der Papua - geschwenkt. Schon zehn Minuten später wurde die Flagge von der Polizei beschlagnahmt und die beiden verhaftet.
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Wird Munirs Mörder doch noch bestraft

WPN 21. Juni 2008.
Am Abend des 19. Juni 2008 verhaftete die indonesische Polizei den ehemaligen Armee-General Muchdi Purwopranjono. Er soll wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt werden und könnte – falls er schuldig gesprochen wird – mit dem Tode bestraft werden. 2004 war er Vizedirektor des Nationalen Indonesischen Geheimdienstes (BIN). Ihm wird vorgeworfen, den Mord an dem Menschenrechtler Munir in Auftrag gegeben zu haben.
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Geheimdienst und Militär verbreiten Angst in Papua
WPN 18. Juni 2008
Pfarrer XY wird mitten in der Nacht wach. Motorengeräusch hat ihn geweckt. Ungewöhnlich, dass zu dieser Zeit in der einsamen Gegend noch Fahrzeuge unterwegs sind. Das Fahrzeug hält in der Nähe seines Hauses. Er steht auf und schaut vorsichtig aus dem Fenster, ohne sich bemerkbar zu machen. Es ist zwei Uhr. Zwei Gestalten kommen langsam auf sein Haus zu. Er entscheidet sich schnell, knipst das Licht an ruft: Wer ist da draußen? Er hört nur noch Schritte, die sich schnell entfernen. Wenig später wieder Motorengeräusch. Das Fahrzeug wendet und braust davon.
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Gouverneur Suebu pflanzt 100 Bäume
Am 7. Juni 2008 reiste Gouverneur Suebu nach Timika und pflanzte auf der 350 km2 großen Abraumhalde der Gold- und Kupfermine Freeport symbolisch 100 Bäume. In seiner Rede sagte er: „Die Umwelt ist unser aller Mutter. Jeder Einwohner Papuas – ob einheimisch oder zugewandert – muss ein Umweltbewusstsein haben!“
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Palmölplantagen zerstören unser Leben - NGOs kritisieren Entscheidung der Bundesregierung
Berlin, 6. Juni 2008 Presseerklärung.
„Die Bundesregierung drückt sich und führt den Eiertanz bezüglich des Imports von Agroenergie wie Palm- und Sojaöl fort, sehr zum Schaden von Mensch, Umwelt und Klima“, kritisiert Klaus Schenck von Rettet den Regenwald. „Anstatt Palm- und Sojaöl endlich aus EEG und Nachwachsende Rohstoffe-Bonus (NawaRo-Bonus) auszuschließen, soll deren Einsatz in einer Nachhaltigkeitsverordnung geregelt werden. Umweltverträglich und sozial gerecht gewonnenes und entsprechend zertifiziertes Palm- und Sojaöl gibt es nicht auf dem Markt und wird es aufgrund der schwierigen Verhältnisse in Herkunftsländern wie Indonesien auch nicht geben können.“
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Tödliche Seuche in West-Papua – Ausbruch von Cholera bestätigt

WPN 1. Juni 2008.
In den Regierungsbezirken Nabire und Paniai traten im April und Mai Durchfallerkrankungen auf, an denen viele Menschen starben. Im Dorf Bilogai (Suagapa, Paniai) wurden mindestens 24 Tote gemeldet. Aus Kamu (Mapia, Nabire) wurden 34 Tote namentlich gemeldet. Beobachter der Situation vor Ort glauben, dass es in Wirklichkeit die doppelte Zahl – also weit über 60 - sein könnten.
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Pazifische Staaten diskutieren über West-Papua
WPN 29. Mai 2008
Sollen Vertreter West-Papuas in der Melanesian Spearhead Group = MSG) offiziellen Beobachterstatus erhalten? Diese Frage wird am heutigen Donnerstag in Port Vila, der Hauptstadt des kleinen pazifischen Staates Vanuatu, von einigen Führern pazifischer Staaten diskutiert. In Port Vila tagt die sog. Melanesian Spearhead Group, zu der sich die melanesischen Staaten zusammengeschlossen haben.
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Menschenrechtler aus Papua besuchen die Bundesrepublik
WPN 15. Mai 2008
Beim bevorstehenden Besuch des indonesischen Präsidenten in Deutschland steht die Frage der Menschenrechte in West Papua auf der Tagesordnung. Vom 3. bis 8. Mai 2008 besuchten Rev. Dora Balubun, die Leiterin des Büros für Menschenrechte (JPIC) der Evangelischen Kirche von Papua (GKI-TP) und Pastor Cayetanus Tarong, Leiter des Sekretariats für Justitia et Pax (SKP) der Diözese Merauke die Bundesrepublik.
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Tibet und Papua - sind sie vergleichbar
WPN 12. Mai 2008.
„Tibet ist das einzige unterdrückte Volk der Welt, das seine nationalen Interessen nicht mit einer Terrororganisation wie ETA, Tamil Tigers Oder Al-Qaida vertritt, sondern mehrheitlich noch immer dem Dalai Lama auf seinem Weg der Gewaltlosigkeit folgt.“ (Adelheid Herrmann-Pfandt in ZEITZEICHEN 5/2008). Auch Papua – mit einem ähnlichen Schicksal wie Tibet – will seine „nationalen Interessen“ noch (!) auf friedlichem Wege lösen.
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Am 1. Mai 1963 endete die Freiheit...

WPN 3.Mai 2008
Für die Papua ist der 1. Mai ein Tag der Trauer. Vor genau 45 Jahren übernahm Indonesien die Verwaltung des damaligen West-Neuguinea. Vom 1. Oktober 1962 bis zum 30. April 1963 hatte eine Übergangsregierung unter Leitung der Vereinten Nationen (UNTEA = United Nations Temporary Executive Authority) das Land verwaltet und die Übergabe an Indonesien vorbereitet. Schon während der UNTEA-Zeit suchte der indonesische Geheimdienst nach vermeintlich oppositionellen Personen. Es gab Verhaftungen und Folter.
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West-Papua – eine Region im Pazifik - Erklärung zu West-Papua
WPN 27. April 2008
Vom 17. bis 20. April fand in Neuendettelsau bei Nürnberg eine Tagung mit dem Thema "Frieden im Pazifik?" statt. Über vier Konflikt-Regionen wurde ausführlich informiert: Fidschi, die Salomonen, Bougainville und West-Papua. „West Papua könnte eine Brückenfunktion zwischen den pazifischen und den asiatischen Ländern ausüben,“ meinte einer der Teilnehmenden. Doch alle Teilnehmenden waren betroffen von der schwierigen Situation der indigenen Papua, die Dr. Uwe Hummel als Koordinator des West-Papua-Netzwerks schilderte. Sie ist bestimmt von Zuwanderung und Überfremdung durch Nicht-Melanesier, Marginalisierung und z.T. rassische Diskriminierung der Papua, Menschenrechtsverletzungen, einer ungerechten und parteiischen Justiz und einer Kultur der Straflosigkeit (Impunity).
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Die Komplexität der Probleme Papuas

WPN 23. April 2008
"Das Problem Papua hat Kinder und Enkel bekommen. Wie wird das Autonomiegesetz umgesetzt? Was wird mit der Aufteilung Papuas in mehrere Provinzen? Gibt es einen Dialog, ein Referendum?" Neles Tebay, Dozent an der katholischen Hochschule in Abepura, versucht das "Problem Papua" zu analysieren.
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Barnabas Suebu – wird der Hero of Environment zum Klimakiller
WPN 11.April 2008.
Am 25. Oktober 2007 ließ sich der Gouverneur von Papua, Barnabas Suebu, im Royal Court of Justice in London vom Time Magazine den Ehrentitel Hero of Environment verleihen. Zwei Tage später folgte aus diesem Anlass eine Ehrung in der indonesischen Botschaft in Den Haag, Niederlande. (siehe Aktuelles vom 2.November 2007 auf dieser Website) Als sich jedoch am 17. März 2008 40 Investoren im Gouverneurspalast in Jayapura versammelt hatte, gab Suebu bekannt, dass er das Ausfuhrverbot lockern werde.
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Papua- Gipfel in Vanuatu - Papua wählen eine neue Führerschaft
von Ben Bohane in Port Vila – Montag, 7. April 2008, aus dem Pacific Magazine
Der wichtigste Gipfel in 45 Jahren Kampf um die Unabhängigkeit West Papuas findet zur Zeit in Vanuatu statt, wo sich Papuaführer treffen.
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Der Weltrat der Kirchen greift die indonesische Regierung scharf an.
WPN 2. April 2008
“Papua werden von den indonesischen Behörden gefoltert, misshandelt, willkürlich in Haft gehalten und sind unfairen Gerichtsverfahren ausgesetzt.” So heißt es in einer Erklärung, die der Weltrat der Kirchen (World Council of Churches) anlässlich der Tagung des Rates für Menschenrechte der UNO in Genf verlesen ließ. Der Weltrat fordert den Rat für Menschenrechte auf, Sonderberichterstatter für die Unabhängigkeit von Richtern und Anwälten, für das Recht auf Nahrung, für Menschenrechte und Grundfreiheiten indigenener Völker sowie die Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierung nach Papua zu entsenden.
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Heute wieder Studentendemonstration in Jayapura - Verhaftungen
WPN 25. März 2008
Etwa 80 Studenten demonstrierten vor dem Gebäude des Provinzparlaments in Jayapura. Sie forderten die Rücknahme des Sonderautonomiegesetzes und die Durchführung eines Referendums unter Aufsicht der UNO. Ein Referendum soll über den politischen Status West-Papuas entscheiden.
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Einschüchterung und Bedrohung - Bewaffnete Militärs stören Kirchenkonferenz
WPN 20 .März 2008
„Ich saß auf meinem Platz etwa in der Mitte der Kirche. Da kam ein Soldat mit eine Maschinenpistole auf mich zu. In der Hand hielt er einen Fotoapparat, er fotografierte mich.“ Das erzählte der Pfarrer S.Yoman, als er von der Eröffnung der regionalen Kirchenkonferenz (Synode) der baptistischen Gemeinden berichtete. „Bewaffnete Militärs gingen in der Kirche umher – wir wussten nicht, was das zu bedeutet hatte.“
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Fast so schlimm wie die Inquisition
WPN 13. März 2008
Heute, am 13. März 2008, nahm die Polizei in Manokwari (West-Papua) 11 Personen fest, nachdem schon vor einigen Tagen zwei Personen verhaftet worden waren. Sie hatten am 3. März 2008 vor dem Landratsamt des Landkreises Manokwari friedlich gegen eine Verordnung des Präsidenten demonstriert.
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Präsident erlaubt Bergbau in den Nationalparks - Firmen zahlen 150 Euro Entschädigung für einen Hektar zerstörten Regenwald
WPN 12. März 2008
Im Dezember hielt er die schönste Rede des Bali-Klimagipfels: "Wir sind hier um die Hoffnungen von sechs Milliarden Menschen zu erfüllen", sagte Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono. Der Gastgeber drängte auf globale Reduzierung von CO2-Emmissionen und Erhaltung von Speichern. "Die Wälder sind unsere einzige Option für CO2-Speicher. Wer mit Wald gesegnet ist, muss alles tun, um ihn zu erhalten und zu vergrößern. Lasst uns das Richtige tun!", rief Yudhoyono.
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Der Vizepräsident wirft den Papua-Eliten Verschwendung vor
WPN 3. März 2008
„Die Regierung hat den beiden Provinzen Papua und Papua-West im Jahr 2007 doppelt soviel Geld überwiesen, wie das Bergbauunternehmen Freeport an Steuern eingezahlt hat. Papua hat also viel mehr zurück bekommen, als es dem Staat eingebracht hat.“
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Bischof reist mit Geheimdienst-Aufpasser
Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Namibia, Dr. Zephania Kameeta, besuchte im Februar einige Kirchen in Indonesien, die der Kirchengemeinschaft der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) angehören. Kameeta ist Vorsitzender des obersten Leitungsgremiums der VEM. Doch der indonesische Geheimdienst (BIN) interessierte sich für den Bischof.
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Ja oder Nein - das Kosovo bereitet Indonesien Kopfschmerzen
WPN 20. Februar 2008
„Wir werden uns später entscheiden, wir werden noch abwarten und die Lage beobachten.“ So ungefähr drückte sich Präsident Susilo B. Yudhoyono (SBY) aus, als er nach Indonesiens Haltung zur Unabhängigkeitserklärung des Kosovo gefragt wurde.
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Jakarta hat taube Ohren: ...viel zu viele Militärs in Papua...
WPN 14. Februar 2008
Religionsführer Papuas rufen zum Dialog mit der Regierung – doch Jakarta schweigt Am 7. Dezember 2007 fand in Sentani/Jayapura eine Friedenskonferenz der in Papua vertretenen Religionen statt. Nicht nur alle Kirchen waren vertreten, sondern auch muslimische Ulama und die Führer der kleinen Hindu- und Buddha- Gemeinschaften. Sie bekräftigten das Programm „Papua – Land des Friedens“ und betonten, dass sie eine Veränderung der Situation in Papua auf friedliche Weise erreichen möchten.
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Menschenleben zählen nicht .....Militärs erschießen Owonggen Wonda
WPN 4. Februar 2008
Am 31. Januar 2008 um 20.00 Uhr abends (andere Quelle: am 1.Februar um 9.00vormittags) erschossen Militärs der Einheit Yonif 756 den 25-jährigen Owonggen Wonda, einen Bürger des Dorfes Yamo, im Distrikt Tingginambut, im Landkreis (Kabupaten) Puncak Jaya, im zentralen Hochland von West-Papua.
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Fast eine halbe Milliarde US-Dollar für die indonesische Regierung
WPN 31. Januar 2008
Im 3. Quartal 2007 zahlte Freeport US $ 434.000.000 Steuern und Abgaben an die indonesische Regierung. In einer Pressekonferenz am 13. November 2007 gab das Unternehmen diese Zahl bekannt.
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.....mein Volk West-Papua hast Du gemordet....
WPN 29. Januar 2008
Am Sonntag, dem 27.1.2008, verstarb der ehemalige Präsident Indonesiens, Suharto. Über seine Verbrechen ist in zahlreichen Medien berichtet worden. Wir veröffentlichen ein Gedicht, das in West-Papua anlässlich seines Todes verbreitet wurde.
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Menschenrechtler wegen Weiterleitung einer SMS vor Gericht
WPN 20.Januar 2008
Die Weiterleitung einer SMS, die überall in Papua und auch im Ausland verbreitet wurde, wurde dem Menschenrechtler Sabar Iwanggin Olif (43) zum Verhängnis. Er wurde verhaftet, sitzt seit vier Monaten im Gefängnis und steht nun vor Gericht. Am 7. Januar 2008 begann der Prozess.
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1200 neue Papua-Polizisten - Pressekonferenz des Polizeipräsidenten von Papua
WPN 8. Januar 2008
„Wir haben 1500 Kandidaten rekrutiert, die zu Polizisten ausgebildet werden sollen. 1200 von ihnen sind Papua, d.h. Mutter oder Vater oder beide Eltern sind einheimische Papua. Auch die restlichen 300 Kandidaten sind Papua in dem Sinne, dass sie in Papua geboren und aufgewachsen sind.“ Das sagte der Polizeipräsident (Kapolda) von Papua, Max Donald Aer, der Zeitung Cenderawasih Pos in einer Pressekonferenz am 4.1.2008. Allerdings müssten sich alle Kandidaten noch einem psychologischen Test und einem Gesundheitstest unterziehen. Wer diese Tests bestehe, werde die Ausbildung antreten.
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Wieder mal die Morgensternflagge....

WPN 2. Januar 2008.
Indonesien ist nervös - auch wenn der Anlass nichtig ist. In einem kleinen Dorf am Rande West-Papuas auf der Insel Biak fand eine Hochzeit statt. Zur Tradition gehört es, dass der Brautpreis von der Familie des Bräutigams in einer feierlichen Zeremonie den Eltern und Brüdern der Braut überbracht wird. Die Überbringer kamen am Vormittag des 16. Dezember 2007 mit lockerem Tanzschritt zum Haus der Brauteltern. Zu ihrer Gruppe gehörte auch Großmutter Yuliana Rumbiak, sie ist 53 Jahre alt.
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Staatsanwalt lässt in Papua ein Buch beschlagnahmen
WPN 30. Dezember 2007
Am Freitag, dem 14. Dezember, drangen Polizisten in die große Buchhandlung GRAMEDIA in Jayapura ein und beschlagnahmten die 60 noch vorhandenen Exemplare des Buches Tenggelamnya Rumpun Melanesia ( = Der Untergang des melanesischen Volkes) von Sendius Wonda.
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Wie Indonesien einen amerikanischen Kongress-Abgeordneten behandelte
WPN 22.Dezember 2007.
Eni Faleomavaega ist Abgeordneter des amerikanischen Repräsentantenhauses. Er vertritt die Inselgruppe „Amerikanisch Samoa“ im Kongress in Washington. Seit Jahren interessiert er sich für die Situation in West-Papua und ist mit vielen führenden Papua befreundet, die er in den USA bei Besuchen empfangen hat.
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Tag der Menschenrechte – ein wichtiger Tag in West-Papua

WPN 18. Dezember 2007.
Für die Papua ist der Tag der Menschenrechte sehr wichtig. Seit Jahren werden am 10. Dezember an vielen Orten Gottesdienste, Demonstrationen oder Umzüge veranstaltet. In Wamena nahmen in diesem Jahr etwa 1000 Personen an einem Umzug durch die Stadt teil. Vorher besuchten sie die Gräber von Freunden, die in den letzten Jahren von Militärs getötet worden waren.
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Er hatte den Soldaten nicht gegrüßt...darum musste er sterben
WPN 14. Dezember 2007.
Am 1. November 2007 misshandelte Yance Korwa, ein Militär der Landstreitkräfte der indonesischen Armee, Krinus Pagawak, er schlug ihn mit einem schweren Holzstab. Zunächst schlug er ihn mit der Hand, dann holte er das Stück Holz und stieß es dem Opfer mehrfach in den Bauch und fügte ihm schwere innere Verletzungen zu. Dann schleppte er sein Opfer an einen morastigen tiefen Wassertümpel und warf es hinein. Krinus Pagawak ertrank.
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Der 7. Dezember – ein Tag schrecklicher Erinnerungen.
WPN 7. Dezember 2007
„..Um 4.30 Uhr am 7. Dezember, einem Donnerstag, drang vom Wachraum her Lärm durch die Pfropfen, die ich mir zum Schlafen in die Ohren gestopft hatte...Ich ging zur Eingangstür...Was ich da sah, war unvorstellbar und schockierend. Etwa ein halbes Dutzend Polizisten schwangen ihr Knüppel auf Leiber ein, die am Boden lagen und ein leises Stöhnen von sich gaben. Nach ein paar langen Sekunden sah mich ein Wärter und schlug seinen Stock gegen das Gitter. Ich ging wieder auf meinen Stammplatz zurück, von wo aus ich die niedersausenden Knüppel, Stöcke und aufsplitternden Bambuspeitschen sehen konnte. Deren Enden waren blutverschmiert, und das Blut spritzte an die Wände und bis an die Decke.
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Nationalfeiertag der Papua - Demonstration in Surabaya

Studentan aus Papua, die in Java studieren, demonstrierten am 1. Dezember 2007 in Surbaya / Ost-Java. Die Polizei hat große Sicherheitsvorkehrungen getroffen.
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...Lasst uns weiter kämpfen! Papuas feiern ihren Nationalfeiertag

Der 1. Dezember ist bekanntlich der Nationalfeiertag der Papua. Am 1. Dezember 1961 wurden die Nationalflagge, die Nationalhymne, der Name der jungen Nation West-Papua und die nationale Währung festgelegt sowie die Unabhängigkeit für das Jahr 1970 von der damaligen niederländischen Kolonialmacht zugesagt. Die Annektion West-Papuas durch Indonesien verhinderte die Unabhängigkeit. Doch der Nationalismus der Papua und der Wunsch nach Unabhängigkeit sowie die Hoffnung auf Befreiung von Indonesien blieben ungebrochen. Dies zeigt sich immer wieder am 1. Dezember.
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Die Folterknechte bleiben ungestraft
WPN, 27. November 2007.
„Es gibt zwar Fortschritte, doch Folter wird nach wie vor praktiziert. Sie muss offiziell als Verbrechen gebrandmarkt werden, welches strafrechtlich verfolgt wird.“ Das ist das Fazit des Sonderberichterstatters des UN-Menschenrechtsrates, Prof. Dr. Manfred Nowak. Er konnte auf Einladung der indonesischen Regierung vom 10. bis 25. November 2007 Indonesien besuchen. Er war auch einige Tage in Papua und führte u.a. Gespräche mit dem Menschenrechtsbüro der evangelischen Kirche (GKI-TP). Nach seiner Rückkehr gab er in Genf vor der Presse einen vorläufigen Bericht. Wir veröffentlichen im folgenden eine Zusammenfassung der Presseerklärung.
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Entwicklung oder Ausbeutung

WPN 15. November 2007.
Im Herbst des Jahres 2006 erließ der indonesische Präsident eine Verordnung zur Beschleunigung der Entwicklung von Papua (Instruksi Presiden No. 5/2006). Diese Instruktion, die helfen soll, die wirtschaftliche und soziale Lage der Papua zu verbessern, wird nun benutzt von Unternehmen – sogenannten Investoren - , um die natürlichen Bodenschätze auszurauben. Dabei werden wie schon seit Jahrzehnten die traditionellen Landrechte der Bevölkerung mit Füßen getreten. Korrupte Bürgermeister und Landräte geben dabei Hilfestellung, wie der folgende Bericht zeigt, der uns aus Nabire erreichte.
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Erpressungsversuch der indonesischen Polizei

WPN 8. November 2007.
Unter dem Titel „Menschenrechtler in West-Papua verhaftet“ hatten wir am 25. Oktober 2007 über die fragwürdige Festnahme des Anwalts Sabar Iwanggin Olif berichtet. Die evangelische Kirche in Papua (GKI) hatte zu einer Briefaktion aufgerufen. Viele Menschen in Deutschland und in den Niederlanden haben Briefe an den Präsidenten Indonesiens geschrieben. Schon am 3. November wurde Sabar Iwanggin Olif in Jakarta freigelassen und kehrte ohne Begleitung (!) zurück nach Jayapura /Papua. Ihm konnte keine Straftat nachgewiesen werden. Als er sich bei der Polizei in Jayapura meldete, wurde er wieder festgenommen.
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Das TIME-Magazine verleiht Barnabas Suebu den Titel Hero of Environment
WPN 2.November 2007.
Die feierliche Ehrung fand am 25. Oktober 2007 im Royal Court of Justice in London statt. Am 27. Oktober 2007 folgte eine Ehrung in der indonesischen Botschaft in Den Haag, Niederlande. In der Rubrik Leaders & Visonaries schreibt die Times (Special Issue vom 29. Oktober 2007) über Suebu folgenden kleinen Artikel, mit dem er den Lesern bekannt gemacht und die Ehrung begründet wird:
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Säbelrasseln aus Jakarta
WPN 31.Oktober 2007.
„Wenn die Situation es erfordert, werde ich den Separatisten in unserem Land den Krieg erklären, selbst wenn andere Nationen uns daraufhin angreifen sollten, das erkläre ich vor Gott, der mich hier hört!“ Das sagte Präsident Susilo Bambang Yudhyono vor etwa 1000 aktiven und pensionierten Militärs laut einem Bericht von TVRI News Jakarta von Dienstag, dem 30. Oktober 2007.
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Menschenrechtler in West-Papua verhaftet - Die evangelische Kirche in Papua (GKI-TP) sorgt sich um seine Sicherheit und um sein Leben
Menschenrechtler in West-Papua verhaftet - Die evangelische Kirche in Papua (GKI-TP) sorgt sich um seine Sicherheit und um sein Leben Am 18. Oktober wurde der Rechtsanwalt Sabar Iwanggin Olif (43) in Jayapura auf offener Straße von Angehörigen einer indonesischen Anti-Terroreinheit verhaftet. Heute (am 25. Oktober 2007) wurde er in ein Gefängnis in die Hauptstadt Jakarta überführt. Das Menschenrechtsbüro der evangelischen Kirche (GKI) schreibt dazu folgendes: „Der Anwalt und Menschenrechtsaktivist wurde verhaftet, ohne dass ein offizieller Haftbefehl vorlag, der den Grund der Verhaftung angab.
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Postkartenaktion Menschenrechte für Westpapua
WPN 18 Oktober 2007.
Das West-Papua-Netzwerk hat eine Postkartenaktion „Menschenrechte für Westpapua“ initiiert und bittet darum, dass sich möglichst viele Menschen daran beteiligen. Sie werden gebeten, eine vorgedruckte Postkarte zu frankieren und zu versenden. Die Postkarte ist an den indonesischen Präsidenten gerichtet und fordert ihn auf, dafür zu sorgen, dass die Menschenrechte in Westpapua beachtet und respektiert werden.
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Amnesty International sorgt sich um das Leben eines Papua-Priesters
WPN 17. Oktober 2007.
„Wir werden dich umbringen und deinen Leichnam in eine 700 m tiefe Schlucht werfen!“ Mit diesen Worten bedrohten Leutnant Usman und seine Soldaten von der berüchtigten Sondereinheit Kopassus den katholischen Priester Johanes (John) Djonga in dem kleinen Ort Waris an der Grenze zu Papua-Neuguinea.
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UN-Beauftragter für Folter besucht Indonesien
WPN 12 Oktober 2007.
Der Sonderberichterstatter der UNO für Folter, Manfred Nowak, wird vom 10. bis 25. November 2007 Indonesien besuchen. Er wurde von der indonesischen Regierung eingeladen. Schon im Juni dieses Jahres besuchte die Sondergesandte des UN-Generalsekretärs, Hina Jilani, Indonesien.
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Über 1000 Grundschullehrer streiken – Korruption in der Schulverwaltung.
WPN 24. September 2007.
Am 27. August 2007 fand eine spontane Protestdemonstration hunderter Grundschullehrer vor den Regierungsgebäuden in Nabire/Papua statt. Da der verantwortliche Landrat (Bupati) A.P. Youw sich wieder einmal gerade in Jakarta befand, legten die Lehrer symbolisch die Schlüssel ihrer Schulen vor dem Landratsamt nieder.
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Die Insel Biak wird Abschussbasis für russische Satelliten

WPN 13. September 2007
Die riesige Antonov An-124 100AL rast über den Frans-Kasiepo-Flugplatz in Biak und hebt ab. Sie schraubt sich hoch in die Luft, Kilometer um Kilometer. Plötzlich öffnen sich Ladeklappen. Eine Trägerrakete rutscht aus dem Bauch des Flugzeugs heraus, zündet und schießt in den Weltraum, ausgebrannte Raketenstufen purzeln herab und verglühen, ein Satellit zieht seine Bahn um die Erde...
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Mysteriöse Morde in Papua

WPN, 12. September 2007.
Der Motorradfahrer musste scharf bremsen. Im Scheinwerfer erkannte er einen Menschen, der vor ihm auf der Straße lag und aus vielen Wunden blutete. Der Mann lebte noch, war aber bewusstlos. Es war der 23. Juli 2007, am frühen Abend gegen 19.00 Uhr. Wenig später brachte die Polizei den Bewusstlosen ins Krankenhaus. Er starb noch in der Nacht als Folge der tiefen Stichwunden, die sein Körper aufwies.
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Straßenschlachten in Nabire - Papua
WPN, 6. September 2007.
Yosafat Pigome kannte sich in Nabire nicht aus. Erst vor einer Woche war er aus den Bergen in die Stadt gekommen. Er konnte nur ein paar Brocken Indonesisch. Daher ging er zum Markt, dort treffen sich die jungen Leute. Er suchte nach Bekannten aus seinem Dorf. Auf dem Heimweg – am Sonntag gegen 2 Uhr mittags - musste er pinkeln. Er stellte sich an einen Baum. Es war ein Salak-Fruchtbaum, der schöne Früchte trug. Das war sein Verhängnis.
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Politischer Gefangener aus Papua stirbt im Gefängnis in Makassar
Am 28.8.2007 starb Mikhael Heselo (33) in der Gefangenenabteilung des Krankenhauses Bhayangkara in Makassar. Er gehörte einer Gruppe von neun Gefangenen aus Papua an, die im Gefängnis Gunung Sari in Makassar lange Haftstrafen verbüßen müssen. Der Prozess, der zu ihrer Verurteilung führte, war ein Schauprozess, die Urteile wurden trotz völlig unzureichender Beweislage gefällt.
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Will der indonesische Geheimdienst Papua-Pfarrer ermorden
Amnesty International: Das Leben der Pfarrer Dr. Benny Giay, Dr. Noahk Nawipa und Socratez Yoman sowie von Rechtsanwalt Albert Rumbekwam ist bedroht. Amnesty ruft zu einer Urgent Action auf.
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Angst um den Zerfall des Staates – Gibt es einen Schießbefehl
Vor 62 Jahren – am 17. August 1945 - proklamierte Sukarno die Unabhängigkeit Indonesiens. Damit forderte er die niederländischen Kolonialherren heraus. Erst nach blutigen Kämpfen konnte sich die junge Nation etablieren. Indonesien ist in die Jahre gekommen. Jetzt geht die Angst um: Zerfällt der Vielvölkerstaat?
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Ärger um die Morgensternflagge

Die Morgensternflagge soll offizielles Symbol der Provinz Papua werden. Das sieht ein Verordnungsentwurf vor, den das Provinzparlament von Papua (DPRP) auf Vorschlag des Volkrates der Papua (MRP) bei der Regierung in Jakarta einreichen will.
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Polizisten unter Mordverdacht
Am Donnerstag, dem 19.Juli 2007 verstarben drei Männer aus Oksibil vermutlich an den Folgen von Misshandlungen durch die örtliche Polizei. Die drei wurden in der Nacht auf den Donnerstag verhaftet und in das örtliche Polizeigefängnis gebracht. Am nächsten Morgen war einer von ihnen tot und die beiden andern in kritischen Zustand. Sie verstarben noch im Laufe des Tages.
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Indonesische Polizei verhört neun Adat-Führer in West-Papua
Als am Freitag, dem 6. Juli 2007 die 2. Großkonferenz der Adat-Gemeinschaften (Konferensi Besar Masyarakat Adat Papua II) in der Sporthalle in Jayapura zu Ende ging, stand vor der Tür Kommissar Paulus Waterpauw, der Leiter der Kriminalpolizei. Er überreichte 11 Adat-Führern ein offizielles Schreiben, mit dem er sie zum Verhör ins Polizeipräsidium zitierte
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Die indonesische Regierung verwehrt US Abgeordnetem Einreise nach West-Papua
Seit Jahren setzt sich der Abgeordnete aus dem pazifischen Amerikanisch Samoa, Eni Faleomavaega, für die Rechte und Selbstbestimmung der Papuas in Indonesien ein. Am 3. Juli wollte er - von Thailand kommend - nach Jakarta und dann weiter nach West-Papua reisen. Die indonesische Regierung verweigerte dies.
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Neues Video: West Papua – Der geheime Krieg in Asien
Die Freunde der Naturvölker e.V. (fPcN Germany) präsentieren am 6.September 2007 eine West Papua Video Installation bei der Biennale in Venedig
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Briefaktion von amnesty international
amnesty international ruft zu einer Briefaktion auf! Mit einem Brief an den indonesischen Justizminiser soll an die Gefangenen Filep Karma und Yusak Pakage erinnert werden. Der Text des Briefes findet sich unter dem Menü Kampagnen - amnesty international.
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Besuch der UNO-Sondergesandten in West Papua - Menschenrechtler erhalten anonyme Drohungen
Die UNO-Sonderbeauftragte für den Schutz von Menschenrechtlern, Hina Jilani, besuchte West Papua. Es ist das erste Mal, dass die indonesische Regierung dem Besuch eines hochrangigen UNO-Funktionärs in Papua zustimmt. Doch der Geheimdienst reagiert mit Drohungen. E-Informationsbrief Nr. 192 vom 18. Juni 2007
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Der Rat der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) beklagt Verletzungen der Menschenrechte in West-Papua

Der Rat der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) beklagt Verletzungen der Menschenrechte in West-Papua In der Erklärung des Rates heißt es: „Die Mitglieder des Rates drücken ihre tiefe Sorge über die Eskalation des Konfliktes in Papua ...aus.“
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Geh zur Hölle, Indonesien - 2000 demonstrieren für Unabhängigkeit

Am 7. Juni 2007 demonstrierten in Manokwari (West Papua) 2000 Papua für die Unabhängigkeit. Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie „Geh zur Hölle, Indonesien“
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Der indonesische Geheimdienst (BIN) verstärkt seine Operationen in Papua
Am 4. Juni fand in Jakarta eine Beratung hinter verschlossenen Türen statt. Der Geheimdienst informierte den Vorsitzenden des Außen- und Sicherheitsausschusses des Parlaments, Theo Sambuaga, über geplante weitere verdeckte Maßnahmen (clandestine operations) zu West-Papua. (E-Informationsbrief Nr. 191 vom 8. Juni 2007)
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Herr Präsident, begnadigen Sie die politischen Gefangenen in Papua
Sechzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Partnerschaftsseminars Papua in Neuwied–Engers unterzeichneten im Januar 2007 einen Brief an Präsident Yudhoyono und forderten ihn auf, die politischen Gefangenen in Papua zu begnadigen.
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Droht Indonesien ein bewaffneter Konflikt an seiner Ostgrenze
„Die Marine ist bereit, die Ostgrenzen des Landes zu sichern und – falls erforderliche - zu verteidigen.“ Das sagte der Kommandant des Marinekorps Generalmajor Safzen Noerdin bei einem Sonderappell am 2. März 2007 in Jakarta. „Wir werden in Kürze die Marinetruppen in den Grenzgebieten im Osten verstärken.“
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Todesanzeige zu Papua in der Frankfurter Rundschau vom 9. März 2007
Prominente Bürger unterzeichneten eine Todesanzeige, um auf die Menschenrechtsverletzungen in West-Papua aufmerksam zu machen.
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Indonesische Regierung will keinen Dialog mit den Papua.
Das schreibt Neles Tebay, Professor an der Theologisch-philosophischen Hochschule in Abepura, West-Papua, in der indonesischen Zeitung The Jakarta Post vom 12. Februar 2007.
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Indonesische Regierung verhindert die wirtschaftliche Entwicklung Papuas

Dies ist eine der Schlussfolgerungen, die Ing. Agustinus Rumansara von der Asian Development Bank in Manila /Philippinen in seinem Vortrag auf dem Partnerschaftsseminar in Neuwied zog.
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Ein Opfer brutaler staatlicher Gewalt in West Papua auf Vortragsreise in Deutschland
Peneas Lokmbere wurde bei einer Polizeirazzia aus dem Bett geworfen, verhaftet und zusammengeschlagen. Er berichtet, was er im Dezember 2000 erlebte.
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Indonesien – ein Rechtsstaat

Der Rechtsanwalt David Sitorus sagt: „In Papua gibt es keine Gerechtigkeit!“ Der neuste West Papua Rundbrief des Netzwerks (Nr. 40) veröffentlicht ein Interview mit David Sitorus. Hier einige Auszüge:
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Weihnachtstragödie in Puncak Jaya (Mulia)
Zwei Männer, ein pensionierter Angehöriger der Landstreitkräfte und ein Unteroffizier der Sondereinheit Kopassus wurden am 8. Dezember 2006 in einem Gefecht mit der angeblich unter dem Befehl Gholiat Tabunis stehenden Partisanengruppe der TPN/OPM im Hochland von West-Papua getötet. Der Vofall löste eine Militäroperation aus.
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Zu Weihnachten Krieg in Papua
Nachdem am 8. Dezember im Hochland von West-Papua im Bezirk Puncak Jaya zwei indonesische Militärs von Unbekannten getötet worden waren, eskaliert die Lage.
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Internationaler Tag der Menschenrechte in Papua
Für uns überraschend – der 10. Dezember als Internationaler Tag der Menschenrechte wird in Papua überall auf unterschiedliche Weise begangen, mit Umzügen, Konzerten, Vorträgen ...
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Verurteilter Papua stirbt in Polizeigewahrsam – Hunderte Studenten demonstrieren in Jakarta
Am 7. Dezember demonstrierten Hunderte Papuastudenten in Jakarta vor dem Büro des Bergbauunternehmens Freeport im Stadtteil Kuningan, weil Hardy Tsugumol (26) in Polizeigewahrsam verstarb.
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Mit Muschelgeld in die Zukunft

West Papuas Wirtschaft ohne Papuas?
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Der 1. Dezember 2006 in Papua

Viele Versammlungen, Gottesdienste, politische Reden, Umzüge, Demonstrationen. Doch der Tag verlief friedlich.
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Mahnwache vor der indonesischen Botschaft in Berlin
Einige Freunde West-Papuas planen am 1. Dezember 2006 eine Mahnwache vor der Botschaft der Republik Indonesien in Berlin.
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Flugzeugwrack gefunden
Das seit dem 17. November vermisste Flugzeug ist gefunden worden. Alle 12 Insassen sind beim Absturz getötet worden.
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Ist das Autonomiegesetz tot
“Papua: The Danger of Shutting Down Dialogue“.Eine Studie der International Crisis Group analysiert die schwierige Kommunikation zwischen der Provinzregierung in Jayapura und der Zentralregierung in Jakarta
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Bush-Besuch von Protesten begleitet
Seit mehreren Tagen gibt es in vielen Städten Indonesiens Demonstrationen gegen den Besuch von US-Präsident George W. Bush, der heute in Jakarta eintraf.
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George W. Bush in Indonesien
Die Frage des Terrorismus und die militärische Zusammenarbeit sollen nicht das Hauptthema der Gespräche sein, wenn Präsident Susilo Bambang Yudhoyono am 20. November 2006 den Präsidenten George W. Bush in Jakarta empfängt.
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Flugzeug in West Papua vermisst
Seit Freitag, dem 17. November wird in West Papua ein Flugzeug der Trigana Air Line vom Typ Twin Otter vermisst.
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Pfarrer Jos Imbiri verstorben
Am Freitag, dem 24. November 2006 starb der frühere Generalsekretär der Evangelischen Kirche von Papua (GKI-TP), Pfarrer Jos Imbiri MTh.
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