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1. Dezember – Papuas und Indonesier demonstrieren gemeinsam

Am 1. Dezember 1961 wurde erstmals öffentlich die Morgenstern-Flagge gehisst. Seit dem wird der 1. Dezember von vielen Papuas als „Unabhängigkeitstag“ gefeiert. Es finden jedes Jahr Kundgebungen statt, bei denen es auch häufig zu Gewaltausschreitungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräfte kommt.

In Jakarta demonstrierten am 1. Dezember 2016 die Allianz papuanischer Studierende (AMP) und eine Gruppe, die sich „Front Rakyat Indonesia“ (indonesische Volksfront) nennt gemeinsam. Die indonesische Volksfront, kurz FRI-WP, besteht aus Menschen aus anderen Teilen Indonesiens, die sich mit der indigenen Bevölkerung Westpapuas solidarisieren und sich für deren Recht auf Selbstbestimmung einsetzen.

Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um die Menge auseinanderzutreiben. 10 Menschen wurden verhaftet. „Als die Personalien [der Verhafteten] aufgenommen wurden, wurden sie geschlagen. Ihre Personalausweise und Handys wurden eingesammelt. Auch in den Polizeiwagen wurden sie weiter misshandelt“ sagte Veronica Koman vom Rechtshilfeinstitut Jakarta. Die weiteren circa 200 Demonstranten ergaben sich daraufhin aus Protest der Polizei, die diese dann in Gewahrsam nahm.

Demonstrationen und weitere Aktionen zum 1. Dezember fanden in diesem Jahr nicht nur in Jakarta, sondern in Makassar, Yogyakarta, Palu, Poso, Ternate, Jayapura, Manokwari, Merauke, Sorong, Timika und Wamena statt. In Yogyakarta wurden 14 Aktivisten von FRI-WP verhaftet.

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