E-Informationsbriefe vom West Papua Netzwerk


Papua trauert um Kelly Kwalik – OPM - Führer von indonesischer Polizei erschossen

E-Informationsbrief vom 23.12.2009

Das Jahr 2009 endet für die indigene Papuabevölkerung mit einem weiteren Schlag: Der Führer des bewaffneten Flügels der Unabhängigkeitsbewegung OPM / TPN „General“ Kelly Kwalik wurde am vergangenen Mittwoch, den 16. Dezember 2009, von der Polizei erschossen. Der Tod des 60jährigen Widerstandskämpfers hat seitdem Hunderte indigene Papua in Jayapura und Timika dazu veranlasst, auf die Straßen zu gehen und gegen das Vorgehen der indonesischen Sicherheitskräfte in Papua zu demonstrieren. Polizei und Militär sind in erhöhter Alarmbereitschaft.


Der 10. Dezember - Tag der Menschenrechte - Pastor Yohanes Jonga aus Papua erhält den Menschenrechtspreis

E-Informationsbrief vom 10. Dezember 2009
WPN 10. Dezember 2009 Der indonesische Menschenrechtspreis Yap Thiam Hien wird am heutigen Internationalen Tag der Menschenrechte an den katholischen Pastor Yohanes Jonga aus der Diözese Jayapura, Provinz Papua, verliehen. Die Jury begründete die Nominierung mit dem außerordentlichen Engagement des Pastors für die Rechte der indigenen Papua. Das West Papua Netzwerk begrüßt die Preisverleihung an Pastor Yohanes Jonga, der im September Gast des West Papua Netzwerkes in Deutschland war



Die Papua feiern ihren Nationalfeiertag – der 1. Dezember 2009

E-Info vom 03. Dezember 2009

Auch in diesem Jahr feierten verschiedenen Gruppen in und außerhalb Papuas den 1. Dezember, den Nationalfeiertag der Papua, der sich zum 48. Mal jährte. Nur wenige Tage vor dem 1. Dezember war der politische Gefangene Buchtar Tabuni im Gefängnis von Abepura von inhaftierten Polizei- und Militärangehörigen zusammengeschlagen worden. Beobachter vermuten, dass damit die Situation im Vorfeld des 1. Dezembers zusätzlich provoziert werden sollte. Der 1. Dezember selbst wurde in verschiedenen Regionen Papuas von den Menschen mit Gebeten und Liedern begangen. In einigen Stadtteilen von Jayapura machten Gruppen mit Demonstrationen auf den 1. Dezember aufmerksam, dabei wurden mehrere Menschen von der Polizei festgenommen, später aber wieder freigelassen.


Am Tag der Vereidigung von SBY: Freeport erneut unter Beschuss

E-Informationsbrief vom 26. Oktober 2009
Während in Jakarta der wiedergewählte indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono (SBY) am vergangenen Dienstag, den 20. Oktober 2009, als Staatsoberhaupt vereidigt wurde, kam es in der Provinz Papua erneut zu Anschlägen auf das US-amerikanische Berbgauunternehmen PT Freeport. Gegen 09:30 Uhr feuerten Unbekannte auf einen Buskonvoi mit Mitarbeitern von PT Freeport, die auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstätte in Tembagapura waren. Zwei Menschen wurden verletzt und mussten mit zum Teil schweren Schusswunden in nahe liegende Krankenhäuser gebracht werden.


Menschenrechtsverteidiger aus Papua und Jakarta zu Besuch in Europa

E-Informationsbrief vom 07. Oktober 2009

Über die aktuelle Menschenrechtslage in Papua berichteten der katholische Pastor Yohanes Jonga und die indonesische Menschenrechtsverteidigerin Poengky Indarti während eines zweiwöchigen Europa-Besuches im September 2009. Zentrale Themen ihres Aufenthaltes waren die anhaltende Militarisierung der Papua-Region und die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen der indigenen Papua. Trotz der Reformen im Sicherheitssektor lassen aktuelle Gesetzesentwürfe ein Wiedererstarken des indonesischen Militärs befürchten. Das West Papua Netzwerk hat die Gäste auf ihrer Reise begleitet.



Überfälle auf Freeport halten an

E-Informationsbrief vom 20. August 2009

...und zwei weitere Artikel:

Biaker erinnern sich an die Tragödie vor 11 Jahren

Abgeordnete unterzeichnen Petition für politische Gefangene in Papua


Tödliche Anschläge bei Freeport im Anschluss an die indonesischen Präsidentschaftswahlen

E-Informationsbrief vom 17. Juli 2009


Die Nachrichten über tödliche Zwischenfälle in den Provinzen Papua und West Papua während des indonesischen Wahljahres brechen nicht ab. Seit über einer Woche kommt es nun zu Anschlägen mit Toten und Verletzten auf dem Abbaugebiet des US-amerikanischen Unternehmens Freeport, das in Timika eine der größten Gold- und Kupferminen der Welt betreibt. Unter den Toten ist auch ein Ausländer, der 29-jährige Australier Drew Nicholas Grant, weshalb nun auch die internationalen Medien verstärkt über die Situation in Papua berichten.


Organisierte Unruhen in Papua während des indonesischen Wahljahres

E-Informationsbrief Nr. 200 vmn 23. April 2009

Bereits seit Anfang des Jahres haben regelmäßige Demonstrationen zivilgesellschaftlicher Gruppen und ein demonstratives Auftreten bewaffneter Sicherheitskräfte zu einer angespannten Situation in Jayapura und anderen Regionen Papuas geführt. Seit der Wahlnacht vom 9. April kommt es kontinuierlich zu gewalttätigen Zwischenfällen und Beobachter fürchten, dass dritte Kräfte bewusst einen Konflikt zwischen indigenen Papuas und Zuwanderern sowie innerhalb der indigenen Gemeinschaft stiften wollen.







Pornografie-Gesetz polarisiert indonesische Gesellschaft - E-Informationsbrief vom 8. Januar 2009

Am 30. Oktober 2008 verabschiedete das indonesische Parlament in Jakarta das sehr umstrittene Anti-Pornografie-Gesetz (Undang-Undang Nomor 44 Tahun 2008 tentang Pornografi). An einer heftigen Debatte, die am 28. Oktober begonnen hatte, hatten alle acht Parlamentsfraktionen teilgenommen. Vor der Abstimmung verließen die Fraktionen der Demokratischen Partei des Kampfes (PDI-P) und der christlichen PDS geschlossen den Plenarsaal. Zwei weitere Abgeordnete aus Bali, die der nationalistischen GOLKAR-Partei angehören, folgten ihnen. Danach wurde dem Gesetzesentwurf mit großer Mehrheit zugestimmt. Der Gouverneur von Bali, Made Mangku Pastika, der Gouverneur von Nusa Tenggara Timur, Frans Leba Raya, der Parlamentsvorsitzende von Papua Barat (Manokwari), Jimmya Deminianus Ijie und andere Politiker haben angekündigt, das Anti-Pornografie-Gesetz vor dem Verfassungsgericht (Mahkamah Konstitusi) anzufechten.


“Palmölplantagen zerstören unser Leben” - NGOs kritisieren Entscheidung der Bundesregierung

Berlin, 6. Juni 2008 Presseerklärung. „Die Bundesregierung drückt sich und führt den Eiertanz bezüglich des Imports von Agroenergie wie Palm- und Sojaöl fort, sehr zum Schaden von Mensch, Umwelt und Klima“, kritisiert Klaus Schenck von Rettet den Regenwald. „Anstatt Palm- und Sojaöl endlich aus EEG und Nachwachsende Rohstoffe-Bonus (NawaRo-Bonus) auszuschließen, soll deren Einsatz in einer Nachhaltigkeitsverordnung geregelt werden. Umweltverträglich und sozial gerecht gewonnenes und entsprechend zertifiziertes Palm- und Sojaöl gibt es nicht auf dem Markt und wird es aufgrund der schwierigen Verhältnisse in Herkunftsländern wie Indonesien auch nicht geben können.“



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