Der 1. Mai – ein Anlass zu vielen Demonstrationen in Papua

West Papua Netzwerk - 03.05.2012 - „Wir - das Volk der Papua – lehnen es deutlich ab, dass wir am 1. Mai 1963 in den Einheitsstaat Republik Indonesien eingegliedert wurden!“ So stand es auf einem Spruchband, das Demonstranten in Nabire am 1. Mai 2012 durch die Straßen trugen. „Wir sind die föderale Republik West Papua“ las man auf einem Spruchband von Demonstranten in Manokwari. Hier duldeten die Sicherheitskräfte sogar, dass Morgensternflaggen öffentlich mitgeführt wurden.
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Darauf haben wir lange gewartet
Internationaler Menschenrechtsbericht stößt in Papua auf große Zustimmung
WPN - 27.04.12 - Am 21. April 2012 wurde der internationale Bericht „Menschenrechte in Papua 2010/11“ des Faith-based Network on West Papua (FBN) der Öffentlichkeit in Papua vorgestellt. Kristina Neubauer, Koordinatorin des West Papua Netzwerkes (WPN) und des FBN, präsentierte den Bericht vor fast 200 Leuten in Jayapura, der Hauptstadt Papuas. Der ins Indonesische übersetzte Menschenrechtsbericht wurde von den anwesenden Kirchenführern, Menschenrechtsverteidigern, traditionellen und Frauengruppen sehr begrüßt. Auch die lokalen Medien berichteten in den darauffolgenden Tagen über die Veranstaltung und die Inhalte des Berichts. Die Tageszeitung „Bintang Papua“ berichtete am 24. April auf der Titelseite über die Veröffentlichung des Berichts: „Menschenrechtsverletzungen in Papua werden nicht in der UN diskutiert“ lautete der Titel des Artikels, den das West Papua Netzwerk ins Deutsche übersetzt hat und im Folgenden abdruckt.
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Indonesien will Kampfhubschrauber kaufen
Menschenrechtsorganisationen schreiben Protestbrief an die USA

ETAN 04.04.2012 - Mehr als 90 Organisationen forderten die U.S. Behörden und den Kongress dazu auf, den Verkauf des Kampfhubschraubers AH-64 Apache nicht zu unterstützen. Indonesien verkündete vor einiger Zeit, dass es plane acht der Hubschrauber dieses Typs von den USA zu kaufen. Die Organisationen warnten davor, dass durch den Kauf und die Präsenz des Kampfhubschraubers die Konflikte in Indonesien nicht gelöst werden, sondern eskalieren könnten, besonders in West Papua – die Bereitstellung des Helikopters würde die Bevölkerung Papuas in Angst und Schrecken versetzen.
Bitte lesen Sie den englischsprachigen Brief.
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Öffentliche Veranstaltung am UN-Menschenrechtsrat
Besorgnis über Menschenrechtssituation in West Papua

West Papua Netzwerk - 20.03.12 - Die Menschenrechtssituation im zu Indonesien gehörenden West Papua gibt weiterhin Anlass zur Sorge: Auf einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der 19. Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen in Genf äußerten sich Novel Matindas, Vertreter des indonesischen Kirchenrates (PGI), und Matheus Adadikam, Generalsekretär der Evangelischen Kirche von West Papua (GKI-TP), besorgt über anhaltende Menschenrechtsverletzungen. Sie beklagen die andauernde Rechtlosigkeit in der Region.
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Stellenausschreibung
Koordinator/in West Papua Netzwerk
Das West Papua Netzwerk (WPN) ist ein Forum von Organisationen und Einzelpersonen in Deutschland, die mit menschenrechtlichen, entwicklungspolitischen, ökologischen und kulturellen Fragen in West Papua befasst sind und/ oder partnerschaftliche/ solidarische Beziehungen mit Menschen in West Papua pflegen. Bei den Organisationen handelt es sich um Menschenrechts-, Solidaritäts- und Umweltgruppen, um Partnerschaftskirchenkreise, Gemeinden und andere Organisationen der evangelischen und katholischen Kirche.
Die Koordinationsstelle in Wuppertal koordiniert die Öffentlichkeits- und Advocacyarbeit des
Netzwerkes. Zum 1. Juli 2012 suchen wir eine/n Koordinator/in.
Bitte lesen Sie die vollständige Stellenausschreibung hier.
Indonesien soll Verfahren gegen Papua Aktivisten einstellen

01. Februar 2012 - Human Rights Watch legt der indonesischen Regierung nahe, die Anklagepunkte gegen fünf Papua Aktivisten, die verfolgt werden, weil sie ihre politischen Ansichten friedlich zum Ausdruck gebracht hatten, fallen zu lassen.
Am 30. Januar 2012 hat das Amtsgericht in Jayapura mit dem Gerichtsverfahren wegen Landesverrats gegen die fünf Anführer des dritten Papua Kongresses, der vom Militär gewaltsam aufgelöst wurde, begonnen.
Lesen Sie bitte hier den englischsprachigen Bericht.
Zivilist in Papua erschossen
22. Januar 2012 - Die erste willkürliche Schießerei des Jahres fand in Papua statt, am Freitag, dem 20. Januar 2012. Ein Zivilist, der die Provinz Puncak Jaya besuchte, wurde von einer unbekannten, bewaffneten Gruppe erschossen. Das Opfer wurde identifiziert als Kisma Rafiq, aus Padang in West Sumatra.
Es fielen drei Schüsse, die Rafiq im Gesicht und am Hals trafen, sodass er noch am Tatort verstarb.
Der Grund für die Schießerei ist unbekannt.
Bitte lesen Sie hier den vollständigen englischsprachigen Artikel in der Jakarta Post.
Indonesische Streitkräfte setzen ihren großflächigen militärischen Angriff auf die Dorfbewohner Paniais in West Papua fort
14. Januar 2012 - Menschenrechtsaktivisten vor Ort berichten aus dem abgelegenen Distrikt Paniai in West Papua, dass die indonesischen Sicherheitskräfte seit Anfang Januar weiterhin eine "unangemessene" Militäroffensive durchführen, und so die Lage der zigtausenden Dorfbewohner, die bereits vor einigen Wochen im Dezember aus ihren brennenden Dörfern fliehen mussten, weiter verschlimmern.
Bitte lesen Sie hier den vollständigen englischen Artikel.
Zwei weitere Freeport-Arbeiter tot aufgefunden
9. Januar 2012 – Zwei Männer, die für das US-Unternehmen Freeport McMoRan arbeiteten, wurden am Montag tot aufgefunden. Seit des Streiks, der im September letzten Jahres begann, sind es nun bereits zehn Leute, alles Indonesier, die in der Nähe der Mine getötet wurden, sei es in Hinterhalten oder in Zusammenstößen mit der Polizei. Die letzten Opfer, die tot in einem Fahrzeug gefunden wurden, das dem US-Unternehmen gehört, wurden offensichtlich erschossen, sagte Ramdani Sirait, Sprecher der lokalen Niederlassung Freeport Indonesien.
Bitte lesen Sie hier den vollständigen Artikel in englischer Sprache.
West Papua Report - Januar 2012
WPAT / ETAN - Zusammenfassung: Indonesische Sicherheitskräfte, darunter das von den USA und Australien unterstütze "Detachment 88", führten "Reinigungsoperationen" im Gebiet Paniai von West Papua durch, bei denen Kirchen, Wohnhäuser und öffentliche Gebäude zerstört wurden und die Hunderte von Zivilisten obdachlos werden ließ. Die nationale Menschenrechtsorganisation von Indonesion (Komnas HAM) und Menschenrechtsorganisationen in Paniai forderten den Polizeikommandanten auf, seine Kräfte aus der Region abzuziehen. Einem aktuellen Bericht zufolge hat die mangelhafte medizinische Versorgung der Papuas zu einer hohen Sterblichkeit bei gebärenden Müttern geführt. Ein unbestätigter Bericht gibt an, dass Präsident Yudhoyono sich verpflichtet hat, auswärtige Truppen aus West Papua abzuziehen und vorerst vom Einsatz einer Spezialeinheit, die sich der grundlegenden Probleme zwischen Jakarta und Papua annehmen soll, abzusehen. Die Zahl an Toten, die zu Lasten der jahrzehntelangen Vernachlässigung der Bevölkerung West Papuas gehen, sind umfassend dokumentiert. Amnesty International hat sich in Jakarta mit einem erfahrenen Beamten getroffen, um die Freilassung politischer Gefangener vor allem in West Papua und Maluku voranzutreiben. Der seit drei Monaten andauernde Streik der Arbeiter in den Minen von Freeport McMoRan scheint sich einer Lösung zu nähern.
Bitte lesen Sie hier den vollständigen Bericht in englischer Sprache.